Rückzug aus der Bundesliga

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 02. Oktober 2019

Faustball

Die Spielerdecke ist zu dünn beim FBC Offenburg.

OFFENBURG (mli). Der FBC Offenburg zieht zur kommenden Hallenrunde seine Mannschaft aus der 1. Faustball-Bundesliga Süd zurück. Nach der abgelaufenen Feldrunde beendeten einige frühere Leistungsträger ihre aktiven Karrieren, so dass die bisher bereits dünne Personaldecke diesen Aderlass nicht mehr kompensieren konnte.

Stefan Konprecht und Thomas Häusler treten altersbedingt kürzer. Da auch Sven Muckle in der Hallenrunde als Angreifer nicht zur Verfügung steht, ist vor allem auf dieser wichtigen Offensivposition im Verein kein Bundesliganiveau mehr vorhanden. "Die Angreifer sind sehr wichtige Spieler im Faustball. Sie erzielen die Punkte und nur so kann man auch Spiele gewinnen. Wenn ein Bundesligateam keine Offensivspieler mit der nötigen Durchschlagskraft oder der gewissen Präzision hat, dann wird es von den anderen Mannschaften konsequent ausgespielt. Bei dem Rückzug von zwei Angreifern auf diesem Niveau hätte jeder Verein so seine Probleme," beschreibt der Vorsitzende Ralf Herp die sportlichen Ursachen der Vereinsentscheidung. Im Rahmen der Nachwuchsarbeit gibt es bisher keinen Spieler, der in diese Fußspuren treten kann. Das wird noch einige Zeit benötigen. Der Sprung in die 1. Liga ist riesig. Zunächst wird in der Hallenrunde ein weiteres Team in der Verbandsliga an den Start geschickt. Hier sollen die jüngeren Spieler, die bisher in der zweiten Reihe standen, verstärkt an den Herrenbereich herangeführt werden.

Ob die Mannschaft auch in der Feldrunde im nächsten Jahr zurückgezogen wird, ist derzeit noch ungewiss. "Aufgrund der beiden vergangenen Spielzeiten auf dem Rasen mit dem brasilianischen Nationalspieler Vinicius Tavares gibt es intensive Kontakte nach Südamerika. Eventuell entsteht hierdurch eine Lösung, damit es auch im kommenden Jahr 1. Bundesligafaustball in Offenburg geben wird", so Ralf Herp. "Wir hoffen, dass es uns gelingt, eine für alle Seiten vernünftige und produktive Lösung zu finden."