Hauke gesteht Blutdoping

dpa

Von dpa

Do, 31. Oktober 2019

Skilanglauf

Ex-Skilangläufer bekommt Bewährungsstrafe.

INNSBRUCK (dpa). Der ehemalige österreichische Skilangläufer Max Hauke hat in einem Doping-Prozess vor dem Landgericht Innsbruck wegen schweren Sportbetrugs eine fünfmonatige Bewährungsstrafe erhalten. Der 27-Jährige wurde zudem zu einer Geldstrafe von 480 Euro verurteilt. Seine Reue, seine Unbescholtenheit und die teilweise Rückzahlung des Schadens wertete die Richterin als mildernd. "Zudem sind die Folgen der Tat für Sie verheerend." Das Urteil vom Mittwoch ist noch nicht rechtskräftig. Der 27-Jährige hatte vor dem Schöffensenat zugegeben, sowohl Wachstumshormon genommen als auch Blutdoping betrieben zu haben. Die von der Staatsanwaltschaft angenommene Schadenssumme in Höhe von über 50 000 Euro bestritt Hauke jedoch. Die Anklagebehörde warf ihm vor, seit der Saison 2015/16 die Anti-Doping-Regeln verletzt zu haben. Er soll zu Unrecht Preisgeld und Sponsorenleistungen von über 50 000 Euro erlangt haben. Hauke sagte, er habe seit 2016 einem deutschen Sportmediziner 10 000 Euro pro Saison für die Behandlung mit Eigenblut bezahlt. Das Geld sei in bar bei verschiedenen Treffen übergeben worden.