Snowboardcross

Jana Fischer verpasst nach Schulterverletzung den Wettkampfwinter

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Do, 07. November 2019 um 16:48 Uhr

Snowboard

Die 20-jährige Snowboardcrosserin des SC Löffingen zieht sich bei einem Trainingssturz in Saas Fee einen Bänderabriss zu und ist beim Weltcup-Heimspiel am Feldberg Ende Januar nur Zaungast.

Sie lacht, auch wenn es ihr schwerfällt. "Ich hab’ momentan nicht die beste Laune", sagt Jana Fischer (20) leichthin. Im Herbst hatte die Snowboardcrosserin des SC Löffingen bei der Junioren-Weltmeisterschaft souverän den Titel gewonnen und war voller Vorfreude auf den Weltcup-Winter heimgekehrt nach Bräunlingen. Beim Heimweltcup am Feldberg (31. Januar/1.Februar 2020) wollte die resolute Crosserin, die vor zwei Wochen als "Rookie des Jahres" ausgezeichnet wurde, ihr Können zeigen und den Sprung unter die besten acht schaffen. Daraus wird nun nichts.

Bei einem Trainingslehrgang im schweizerischen Saas Fee stürzte die Sportsoldatin, die in Sonthofen stationiert ist, schwer und zog sich eine massive Schulterverletzung zu. "Das Labrum ist gerissen", sagt Fischer nüchtern und erklärt, was das bedeutet. "Die Schulterpfanne ist knorpelig, der Oberarm ist da ja nur drangeheftet. Das Labrum, also die Bänder, halten das zusammen." Am kommenden Montag wird Jana Fischer in München operiert, die Heilungschancen sind gut, doch die Zeit der Genesung dauert extrem lang.

"Der Weltcupwinter ist für mich gelaufen", weiß Fischer, nach der Operation bedürfe der Arm absoluter Ruhe, es werde vier bis fünf Monate dauern, bis sie die lädierte Schulter wieder voll belasten dürfe. Natürlich sitze der Frust tief, gibt die Snowboardcrosserin des SC Löffingen zu, "meine Welt hängt jetzt ein bisschen schief". Aber jammern sei nicht ihr Ding. "Ich muss jetzt den Mut zu viel Geduld haben", nimmt sie sich selbst in die Pflicht, "aber ich kehre zurück in den Weltcup, versprochen."