Wahl in Gailingen

Manfred Kuner führt den Skiverband Schwarzwald als Wirbser-Nachfolger

Joachim Hahne

Von Joachim Hahne

Mo, 14. Oktober 2019 um 07:56 Uhr

Wintersport

Nach dem Tod des Feldberger Bürgermeisters Stefan Wirbser war die Präsidenten-Position des Skiverbandes Schwarzwald verwaist. Nun übernimmt Manfred Kuner das Ruder.

Die Präsenz von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, die Anwesenheit von DSV-Präsident Franz Steinle, Michael Hölz (Präsident von Snowboard Germany) sowie von BSB-Präsident Gundolf Fleischer spiegelte am Samstag in der Hochrheinhalle die Wertschätzung und den Stellenwert des Skiverbandes Schwarzwald und seinen 194 Mitgliedsvereinen in der deutschen Sportlandschaft wider. Die Neuwahlen des Präsidiums mit der Verabschiedung von Satzungsänderungen sowie die von der Delegiertenversammlung genehmigte Beitragserhöhung machten den Verbandstag 2019 zu einer außergewöhnlichen Auflage in der nun 124-jährigen Geschichte des SVS.

Kuner war 26 Jahre Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittlerer Schwarzwald

Nach der durch den Tod von Stefan Wirbser knapp ein Jahr verwaisten Präsidenten-Position hat der Skiverband Schwarzwald wieder einen Kopf. Erwartungsgemäß votierte die Mitgliederversammlung einstimmig für den bisherigen Präsidiumssprecher Manfred Kuner. Der 65-jährige diplomierte Bankfachwirt, über 26 Jahre hinweg Vorstandsvorsitzender der Volksbank Mittlerer Schwarzwald, hatte sich interimsmäßig während der Vakanz als Präsidiumssprecher hervorgetan. "Ich danke Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen. Mit meinem Team im Präsidium werden wir alles dafür tun, den SVS erfolgreich weiterzuführen", erklärte der langjährige Vizepräsident Finanzen nach seiner Wahl.

Für Manfred Kuner bestimmte die Versammlung einstimmig den Bankfachwirt Andreas Wirbser (Feldberg) als Nachfolger. Als neuer Verbandsjugendleiter gehört auch Jochen Schorn (Freiburg) dem Präsidium an. Nach dem Ausscheiden von Patrick Kaltenbach (Sportwart Snowboard) aus persönlichen Gründen bleibt diese Funktion zunächst unbesetzt. Alle anderen Amtsinhaber wurden einstimmig wiedergewählt.

"Meine Liebe und Beziehung zum Skisport und meine innere Überzeugung haben mich nach Gailingen geführt." Alfons Hörmann
Nach einem Treffen mit IOC-Präsident Thomas Bach in Stuttgart hatte Hörmann die Wahl – entweder Turn-WM oder SVS-Verbandstag? "Meine Liebe und Beziehung zum Skisport und meine innere Überzeugung haben mich nach Gailingen geführt", bekannte der frühere DSV-Präsident offen. Glücklich zufrieden, "wenn alles so wäre wie im Skisport", zeigte sich Hörmann über die vollzogene Neuaufstellung im Leistungssport, verbunden mit der Reform der Olympiastützpunkte. In der neuen Spitzensportstruktur kommt der Deutsche Skiverband nun in den Genuss zusätzlicher Finanzmittel. Beim SVS, der auf einen äußerst erfolgreichen WM-Winter 2018/19 zurückblicken kann, sieht der ranghöchste deutsche Sportfunktionär "wichtige Weichenstellungen für die Zukunft vollzogen und im Präsidium gut aufgestellt".

Eine Hoffnungsträgerin kommt aus Löffingen

Snowboard-Präsident Michael Hölz zeigte sich erfreut über die ersten Schwarzwälder Erfolge bei der jüngsten Snowboard-WM durch Paul Berg (SC Konstanz). In Junioren-Weltmeisterin Jana Fischer (SC Löffingen) hat eine weitere Athletin bereits in der erweiterten Weltspitze angeklopft.

Die avisierte Beitragserhöhung und die Genehmigung des Doppelhaushalts 2020/21 sorgten zunächst erwartungsgemäß für einige Wortmeldungen. Letztlich votierten die Delegierten bei zwei Enthaltungen und 63 Gegenstimmen mit 302 Ja-Stimmen für eine Beitragsanpassung. Somit haben die 194 Vereine und Wintersportabteilungen vom Jahr 2020 an fünf Euro (bislang 4,10) für Kinder, 6,50 Euro (5,70) für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren sowie 9,50 Euro (8,40) für Erwachsene als Jahresbeitrag an den SVS abzuführen.

Mehr zum Thema: