Dopingbekämpfung

Operation Aderlass: Immer mehr Doper werden enttarnt

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Di, 04. Juni 2019 um 19:45 Uhr

Sportpolitik

BZ-Plus Durch die "Operation Aderlass", die mit der Nordischen Ski-WM einen ersten Höhepunkt erreichte, fliegen immer mehr Doper auf – vor allem Skilangläufer und Radrennfahrer. Und das soll erst der Anfang sein.

Im Februar haben deutsche und österreichische Ermittler ein international operierendes Doping-Netzwerk gesprengt. Anfangs standen nur Skilangläufer unter Verdacht, Blutdoping betrieben zu haben. Im März sprach die Staatsanwaltschaft München dann schon von 21 Athleten aus acht Ländern und fünf Sportarten, die Kunden des Erfurter Sportmediziners Mark S. gewesen sein sollen. In der vergangenen Woche wurden auch Verdachtsfälle im alpinen Skirennlauf und im Mountainbiking bekannt. Der aktuelle Stand: eine BZ-Recherche.

Beginn des Bebens bei der Nordischen Ski-WM
Der achte Tag der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in den Tiroler Bergen begann mit einem Beben. Die österreichische Polizei nahm in Seefeld, dem Austragungsort der WM, sieben Personen fest. Darunter waren fünf Skilangläufer: zwei aus Österreich, zwei aus Estland und einer aus Kasachstan. Zeitgleich schlug an diesem 27. Februar die deutsche Polizei in Thüringen zu. Sie verhaftete den Erfurter Sportmediziner Mark S. und einen seiner mutmaßlichen Komplizen. Der Mittwoch war noch nicht zu Ende, da lag die Welt des Nordischen Skisports in Trümmern – wieder einmal. Dieter Csefan, Fahnder des Bundeskriminalamts in Österreich, erklärte bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz in Innsbruck, es sei gelungen, "ein weltweit agierendes Netzwerk" zu zerschlagen. Neben dem Skilanglauf seien "sicher auch noch andere Sportarten" betroffen. Die Ermittlungen laufen schon seit Januar unter dem Namen "Operation Aderlass".

Ermittlungen laufen laut Staatsanwaltschaft auf ...

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