Zwei Meistertitel für Maren Wiesler

Martin Siegmund

Von Martin Siegmund

Di, 14. Januar 2020

Ski Alpin

Die Münstertäler Skirennläuferin beherrscht die deutsche Hochschulmeisterschaft am Arlberg.

WARTH (masi/mat). Ihre professionelle Karriere als Skirennläuferin hat Maren Wiesler vom SC Münstertal vor eineinhalb Jahren beendet, ihre Carving-Fähigkeiten im Stangenwald hat sie aber nicht eingebüßt. Bei der deutschen Hochschulmeisterschaft sicherte sich die frühere Weltcupfahrerin, die sich an der Universität Augsburg zur Grundschullehrerin ausbilden lässt, überlegen die Titel im Slalom und Riesenslalom. Auch hinter Wiesler behaupteten sich Fahrerinnen aus dem Schwarzwald auf den Podestplätzen.

Fast 50 Studenten, vor allem süddeutscher Universitäten, fuhren in Warth-Schröcken am Arlberg um die Titel der deutschen Hochschulmeister. Ausrichter der Wettbewerbe war die Universität Konstanz. Bei den Frauen wurde das Teilnehmerfeld von den Schwarzwälder Athletinnen beherrscht, allen voran von der 26-jährigen Maren Wiesler. Auch die Studentinnen der Uni Konstanz, Tanja Intlekofer (SC Bonndorf) und Olivia Wenk (IAR Hochschwarzwald mit Sitz in Freiburg), zählten zu den Meisterschaftsaspirantinnen.

Auf der verkürzten Strecke am Vorarlberger Saloberkopf sicherte sich Maren Wiesler letztendlich souverän die Meistertitel bei den Frauen. Im Slalom hatte die Münstertälerin nach zwei Durchgängen satte 4,40 Sekunden Vorsprung, im Riesenslalom waren es 2,28 Sekunden auf die nachfolgende Läuferin. Die hieß in beiden Fällen Tanja Intlekofer, die ebenso wie Wenk im Frühjahr 2019 bei der Universiade im russischen Krasnoyarsk an den Start gegangen war.

Indlekofer konnte sich jeweils im Finaldurchgang noch an Wenk vorbeischieben und zweimal den Vizetitel sichern. Olivia Wenk kam in beiden Disziplinen als Dritte aufs Podest. Nadja Dietsche (SC Wieden/Uni Heidelberg) wurde Fünfte im Riesenslalom und Achte im Slalom. Bei den Männern siegte der Oberstdorfer Benedikt Holzmann (Hochschule Kempten) im Riesenslalom, im Slalom der Münchner Leopold Kolb (TU München).

Die aus Löffingen stammende IAR-Fahrerin Olivia Wenk hat noch viel vor in dieser Saison. Im Dezember startete sie erstmals bei einem Europacup im Super G. "Ich bin da ohne weiteres Training rein", schildert die Speed-Spezialistin ihren Auftritt im norwegischen Kvitfjell. "Auf der mir unbekannten Piste bin ich in ein Tor hineingefahren, heftig gestürzt, aber zum Glück nur mit Prellungen davongekommen." Tags darauf sicherte sich Wenk in der alpinen Kombination (Slalom, Super G) als 55. noch ein wertvolles Resultat.

Unterstützt durch das IAR-Trainerteam Sonja und Thomas Burda will sich die ehrgeizige Fahrerin in FIS-Rennen für weitere Europacup-Einsätze empfehlen. Beim Privattraining ist sie im Herbst einige Male mit Super-G-Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien zusammen gefahren. "Das war cool, da konnte ich mir einiges abschauen", sagt Wenk. Kurz vor Weihnachten fuhr die 20-Jährige bei der deutschen Jugendmeisterschaft (U 21) zu Bronze in der alpinen Kombination.