"Immer nach vorne"

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 01. Oktober 2019

Mountainbike

Die Rheinfelder Mountainbiker Tim Meier und Miron Lipp bestätigten ihren Trend auch beim Bundesliga-Finale in Neustadt.

TITISEE-NEUSTADT. Der Rheinfelder Tim Meier feierte beim Bundesliga-Finale als 18. im Elite-Rennen einen gelungenen Ausstand aus der Saison. Miron Lipp wurde bei den Junioren 13.

An der Hochfirst-Weltcup-Schanze in Titisee-Neustadt gingen die U-23-Fahrer gemeinsam mit den Elite-Cracks an den Start, darunter eine Handvoll Akteure, die im Weltcup bereits Top-Zehn-Platzierungen erzielt haben. Meier musste aus den hintersten Reihen der 70 Fahrer starten, und "die Tendenz war immer nach vorne", sagte er.

Auf der technisch anspruchsvollen Strecke lag er nach einer Runde schon an 30. Position, dann ging es über die sechs Runden sukzessive so weiter. Am Ende stand Rang 18 mit 7:24 Minuten Rückstand auf den schweizerischen Sieger Reto Indergand (1:27:45 Stunden). Damit war Meier im internationalen Feld immerhin zehntbester U-23-Fahrer.

Dabei waren die Voraussetzungen nicht sehr aussichtsreich gewesen. "Ich habe eine Runde auf dem Kurs trainiert und mir bei einem Sturz die Bremse kaputt gemacht. Das war eine minimale Vorbereitung", sagte Meier und schmunzelte. "Dafür war es ein gutes Rennen." Überhaupt hat der 20-Jährige wieder häufiger Grund zu Lachen. Mit Coach Bernd Ebler hat er nach seiner Operation im Frühjahr eine Trainingsmethodik gefunden, die gleichzeitig den längerfristigen Aufbau fördert, aber auch Intensitäten beinhaltet, die zu guten Rennen führen.

Im Bundesliga-Endklassement belegte Meier Rang vier (U 23) respektive Platz 25 (Elite). "Ich bin sehr zufrieden, wie es am Ende der Saison gelaufen ist. Das macht Mut für die nächste und motiviert für das Wintertraining", blickte der Rheinfelder in Richtung 2020, wo auch die Heim-Weltmeisterschaft in Albstadt ein Ziel sein kann. Oder sein muss.

2020 wird Meier in der U 23 auch auf Miron Lipp (Rheinfelden) treffen. Der war mit seinem letzten Auftritt in der U 19 nicht wirklich zufrieden, es wurde Rang 13. Lipp benötigte in Neustadt 5:31 Minuten länger als Sieger Leon Dènervaud (Schweiz/1:19:45). Von Position zehn nach zwei von fünf Runden war er auf Rang 15 zurückgefallen, ehe er sich in der Schlussrunde nochmal aufraffen konnte. "Ich habe versucht, mich ins Ziel zu retten", sagte Lipp erschöpft nach dem Rennen. Am Anfang habe es sich "gut angefühlt und ich war mir sicher, dass ich noch mal Top Ten fahren kann". So wie in Freudenstadt sechs Tage zuvor. Doch dafür reichte es diesmal nicht.

Insgesamt blickt aber auch er auf eine positive Saison. "Ich habe mich deutlich verbessert, mehr als ich erwartet habe. Nur die DM lief nicht so gut." Beim Schwarzwälder Cup hatte er schon vor dem Finale den Gesamtsieg sicher und unterstrich seinen Status mit dem fünften Saisonerfolg in der Nachwuchsserie. Was ihn nächstes Jahr in der U 23 erwarte? "Da muss ich erstmal lernen."

Tobias Senn wird dann ebenfalls in der höheren Nachwuchs-Kategorie aufkreuzen. Er verbuchte zum Abschluss seiner Junioren-Zeit als 19. seine beste Bundesliga-Platzierung (+7:30) und konnte zufrieden von dannen ziehen. In der U 23 wurde Lukas Kornberger (beide VBC Waldshut-Tiengen) 39., der Bad Säckinger Niklas Grobert belegte mit zwei Runden Distanz nach vorne Platz 49. Er befand sich zwar auf dem Vormarsch, doch dann erwischte ihn die 80-Prozentregel.

Beim Schwarzwälder Cup fuhr die Rheinfelderin Finja Lipp (Orbea-Serpentine Velosport) im U-17-Rennen auf Rang zwei, vor der Wehrerin Tina Kreiter (RSV Hochschwarzwald) und Silja Senn (VBC). Im Gesamtklassement war Lipp der Sieg bereits sicher, vor Kreiter (2.) und Senn (4.). In der U 15 wurde der Rheinfelder Lukas Stamm (Dick Küchen Racing) erneut Vierter. Platz zwei in der Gesamtwertung war ihm nicht mehr zu nehmen.