Stelldichein der Nachwuchselite

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 05. Februar 2020

Radsport

Die Öflinger Radballer Marc Huber und Moritz Schubach nehmen an der Qualifikation zur Junioren-Europameisterschaft teil.

WEHR-ÖFLINGEN (BZ). In nur wenigen Sportarten sind deutsche Athleten seit jeher so dominant wie im Radball. Seitdem 1930 die erste von bisher 83 Weltmeisterschaften ausgetragen wurde, gingen 31 Titel nach Deutschland. Kaum verwunderlich, dass auch die Junioren-Europameisterschaft seit jeher einer Erfolgsgeschichte gleicht: Seit 1975 heimsten die deutschen Radballtalente 21 der 45 Goldmedaillen ein.

Einmal die internationale Bühne betreten zu dürfen, für Marc Huber und Moritz Schubach wäre dies ein herausragender Erfolg. Tatsächlich kämpfen die U-19-Radballer des RSV Öflingen um einen Platz bei der Junioren-EM: Am 15. und 16. Februar findet in der Öflinger Schulsporthalle das erste von zwei Qualifikationsturnieren des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) statt. Es wird das Stelldichein der nationalen Nachwuchselite sein. Die sieben Mannschaften des C-Kaders des BDR ermitteln jenes Duo, das Deutschland bei der EM in Altdorf, Schweiz, am 22./23. Mai vertreten wird.

Nicht nur über internationale Erfahrung, sondern auch über die entsprechende Reputation verfügen die Favoriten: Tim und Eric Lehmann vom RSV Großkoschen aus Brandenburg nahmen bereits zweimal an der Junioren-EM teil. 2018 gewannen sie den Titel, im vergangenen Jahr war es Silber. Auf nationaler Ebene sind die Brüder unangefochten, seit 2013 kürten sie sich jedes Jahr in ihrer Altersklasse zu deutschen Meistern.

Mit derartigen Meriten können Huber und Schubach zwar nicht aufwarten. Doch das Öflinger Duo ist auf bestem Wege, sich in der nationalen Spitze zu etablieren. Dreimal qualifizierten sie sich bisher für eine deutsche Nachwuchs-Meisterschaft, im Mai 2019 feierten sie ihren größten Erfolg: In Köln wurden sie Vizemeister der U 17.

Derzeit belegen Huber und Schubach in ihrer zweiten Saison in der baden-württembergischen U-19-Oberliga den zweiten Platz. Ihre Bilanz ist herausragend: 16 Siege bei einem Remis und einer Niederlage (102:23-Tore). Auf zwei Oberliga-Gegner werden die Öflinger auch in der Qualifikation treffen: Robin Bluthardt und Chris Rapp (RV Kemnat) sowie Luis Müller und Loris Ferrari (RV Gärtringen). Das Gärtringer Duo besiegte die Öflinger zweimal (3:1, 4:1), ihre einzige Niederlage bezogen sie gegen Kemnat (1:4). Am Samstag bestreiten Huber/Schubach zuhause ihren letzten Spieltag, treffen in ihrer vorletzten Partie auf Kemnat. Es ist das wohl entscheidende Duell um die Tabellenspitze der Oberliga, aber zugleich auch ein Test für die eine Woche später anstehende EM-Qualifikation.

Das zweite Qualifikationsturnier folgt am 21./22. März in Großkoschen. Neben Öflingen, Kemnat, Gärtringen sowie zwei Teams des RSV Großkoschen sind die SG Zeitz (Sachsen-Anhalt) und die SG Langenwolschendorf (Thüringen) vertreten, letzterer Club mit Nils Kebsch/Manuel Paschka. Jenes Duo, hinter dem Huber/Schubach im vergangenen Jahr Platz zwei bei der U-17-DM in Köln belegten.

EM-Qualifikation in Öflingen: Samstag, 15. Februar: 14 bis 18.30 Uhr; Sonntag, 16. Februar: 10 bis 12.30 Uhr.