Des einen Freud, des anderen Leid

Luis Friedrich

Von Luis Friedrich

Mo, 02. September 2019

Kreisliga Breisgau

Der SV Opfingen gleicht in der Fußball-Kreisliga spät gegen einen couragiert aufspielenden Aufsteiger SV Tunsel aus.

OPFINGEN. Am dritten Spieltag der Kreisliga A, Staffel II, kam Aufsteiger SV Tunsel nicht über einem 2:2 (0:0)-Unentschieden beim SV Opfingen hinaus. Lange Zeit hatte es für die Gäste nach drei Zählern ausgesehen.

Ersatzgeschwächt gingen beide Seiten in eine Partie, die einige Zeit brauchte, um in Fahrt zu kommen. Dann ergaben sich erste Chancen. Tunsel überbrückte mit Kombinationen das Mittelfeld, war im letzten Drittel aber nicht zwingend genug. Vor allem Kapitän David Eichelberg setzte mit Dribblings Akzente, doch der Aufsteiger belohnte sich nicht.

Opfingen stand tief, verschob defensiv gut und zwang Tunsel immer wieder zu frühen Abschlüssen. Dabei ging die Elf von Trainer Raffaele Maggiore oftmals harsch in die Zweikämpfe. "Da haben einige Zuschauer neben der Bank von Tunsel immer wieder gestichelt", sagte der Coach. Das habe auch zur hitzigen Atmosphäre des Spiels beigetragen. "Aber Emotionen gehören einfach dazu." In der zweiten Hälfte musste Gästetrainer Thomas Wachenheim dann Eichelberg aus dem Spiel nehmen, der muskuläre Probleme hatte. Für ihn kam Torjäger Marc Höfler. Die Pause schien den Gästen gut getan zu haben, denn Tunsel kam mit viel Elan zurück – und Ewald Pracht nutzte die Druckphase zum Führungstreffer. Wenig später traf Höfler nach schönem Zuspiel vom starken Dominik Ritzel zum 0:2.

In der 72. Minute musste bei Tunsel Niklas Tritschler vom Platz, und die Gäste wirkten in der Folge unkonzentrierter. Opfingen konnte dies nutzen: Nachdem Patrice Wassmer das 1:2 erzielt hatte, erzwangen die Hausherren nach einer Ecke ein Eigentor zum 2:2.

"Wir haben Punkte verschenkt", erklärte Wachenheim nach dem Spiel. Die Mannschaftsleistung stimmte, am Ende waren es aber individuelle Fehler, die den Sieg kosteten. "Wir haben nun Lehrgeld bezahlt." Für seinen Kollegen auf Seiten der Opfinger war der Punkt am Ende erfreulich. "Sie haben sich vielleicht zu sicher gefühlt, und wir haben ihnen den Zahn gezogen. Das war eine Kampfleistung", resümierte Maggiore.

Tore: 0:1 E. Pracht (60.), 0:2 Höfler (70.), 1:2 Wassmer (82.), 2:2 Raichle (ET/85.).