NACH TORESSCHLUSS

Lukas Karrer

Von Lukas Karrer

Di, 10. September 2019

Bezirksliga Breisgau

LANDESLIGA

Lernen zu verlieren

In Zahlen festmachen lässt sich die Entwicklung der SG Nordweil-Wagenstadt noch nicht. Dennoch sagt Spielertrainer Philipp Hensle: "Unser Lernprozess ist in vollem Gange." Hensle hatte beim 2:3 seiner Mannschaft gegen den SC Wyhl "den nächsten Schritt in die richtige Richtung" gesehen. Dennoch gab es auch am vierten Spieltag keinen Sieg für den Aufsteiger, der im Frühjahr in der Bezirksliga von den abschließenden 14 Saisonspielen nur eines verloren hatte. "Klar, das ist für uns aktuell alles ein wenig ungewohnt", macht Hensle deutlich, dass er und seine Mannschaft fast ein wenig vergessen hatten, wie es sich anfühlt, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. So spricht Hensle angesichts von einem Zähler aus vier Begegnungen zwar von einem misslungenen Saisonstart, stellt jedoch auch große Fortschritte fest: "Wir gewöhnen uns immer besser an das höhere Tempo der Liga und müssen nun auch aus dem Spiel heraus gefährlicher werden." Hensle bleibt zuversichtlich: "Wir sind alle sehr fokussiert auf den ersten Saisonsieg. Das treibt uns an." Die nächste Möglichkeit dazu gibt’s für den Liganeuling am Sonntag – jedoch beim Verbandsligaabsteiger FSV RW Stegen, wohl eine der anspruchsvollsten Aufgaben im Saisonverlauf.
BEZIRKSLIGA FREIBURG

Rückschlag für den FCE

Für eine kleine Überraschung sorgte Aufsteiger Spvgg. Buggingen/Seefelden mit dem 3:2-Auswärtssieg beim favorisierten Ex-Landesligisten FC Emmendingen; somit hatte Gästetrainer Alexander Arndt seinem Cousin, FCE-Coach Mark Costa, "eins ausgewischt". Für Arndt lag der Erfolg in einer "sehr geschlossenen, kompakten Leistung" begründet: "Emmendingen ist zwar noch nicht im Rollen, aber wir haben es ihnen auch schwer gemacht, weil wir die Zweikämpfe angenommen haben." Für Arndt war "die kämpferische Leistung genial". Einen starken Rückhalt hatten die Bugginger in Torwart Nico Kraus, der "zwei, drei gefährliche Chancen entschärft hat" (Arndt). FCE-Trainer Costa sah in der verletzungsbedingten Auswechslung von Sebastian Schmidt in der 32. Minute eine der Ursachen für die Niederlage. "Danach haben wir den Faden verloren." Nach der großen Spielerrotation im Sommer sei das Team zuletzt auf einem guten Weg gewesen, bemerkte Costa, "aber das war wieder ein Schritt zurück". Vor allem das Defensivverhalten müsse sich ändern.

Nach Damjanovs Gusto

Nachdem die Sportfreunde Oberried dem Favoriten Bahlinger SC II ein 1:1-Remis abgetrotzt hatten, landeten sie nun den ersten Dreier der Saison. Mit 4:3 bezwangen sie die SG Prechtal/Oberprechtal, die somit weiter auf die ersten Zähler warten muss. Gästecoach Robert Schäfer monierte: "Wir begehen einfach zu viele individuelle Fehler. Beim 2:0 läuft der Oberrieder Spieler (Fabian Nösges, Anm. d. Red.) 40 Meter übers Feld, und wir gucken nur zu!" Zwar schlugen die Prechtäler zurück und egalisierten zum 2:2, der Oberrieder Spielertrainer Axel Damjanov markierte aber noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die neuerliche Führung. "Es war extrem wichtig, noch vor der Pause das 3:2 zu machen", sagte Damjanov. "Nichts kann nach einem Ausgleich eine Mannschaft mehr pushen." Nachdem Jesper Hohagen auf 4:2 erhöht hatte, sorgte ein an Manuel Burger verschuldeter und von Manuel Greve verwandelter Strafstoß zum 3:4 wieder für Spannung. Dabei blieb es. "Bei vier Gegentoren ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen", philosophierte Robert Schäfer. "Eine ärgerliche Niederlage, weil wir es eigentlich gar nicht schlecht gemacht haben." Damjanov erklärte: "Es war ein anstrengender Kampf, aber es hat viel Spaß gemacht. Ein Spiel ganz nach meinem Geschmack!"KREISLIGA A

Sieg trotz Elferschwäche

Die SG Weisweil/Forchheim hat als Aufsteiger in der Staffel I einen guten Start erwischt. Auch gegen den nun Tabellenletzten VfR Ihringen gewann die Elf von Frank Kocur mit 4:1 – wenngleich man kurios Chancen liegen ließ. Julian Scheerer vergab früh einen Strafstoß für die Gäste, die in der zweiten Halbzeit "aus heiteren Himmel" (Co-Trainer Maik Fritsche) mit einem Distanzschuss in Führung gingen und besser ins Spiel kamen. Scheerer erzielte kurz darauf das 2:0, musste dann aber einen neuerlichen Rückschlag hinnehmen: Der 24-Jährige trat in der 68. Minute zu einem weiteren Elfmeter für Weisweil/Forchheim an – und vergab zum zweiten Mal. Doch Scheerer hatte Glück im Unglück und verwandelte den Nachschuss. In der Folge ließen die Gäste die Ihringer mehr und mehr kommen, machten aber mit dem späten Treffer zum 4:1 alles klar.

Gelb-Rot für den Trainer

Der SV Tunsel fuhr in der Staffel II durch einen knappen 4:3-Sieg gegen die Spvgg. Gundelfingen/Wildtal drei Punkte ein. Als Jonas Wehrle bereits nach vier Minuten die Gundelfinger in Führung brachte, entwickelte sich keine gewöhnliche Partie. Nach dem 1:1-Ausgleich durch den Tunseler Marc Höfler, der im Laufe der Partie noch zwei weitere Treffer erzielen und eine Torvorlage besteuern sollte, erhöhte zunächst Ionut Ciungu erneut für Gundelfingen, ehe Ewald Pracht noch vor der Pause wieder egalisierte. In der zweiten Halbzeit kamen sich dann Schiedsrichter Mirko Kozul und der Gundelfinger Trainer Simon Behr näher: Nach vorheriger Ermahnung wurde der Coach mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Nachvollziehen konnte Behr den Platzverweis zwar nicht, doch die beiden Protagonisten klärten ihre Meinungsverschiedenheit in einem ruhigen Gespräch nach dem Spiel. Dass Höfler zunächst den SV Tunsel wieder in Führung schoss, Sebastian Göhringer vor der Schlussphase einen dritten Ausgleichstreffer erzielte und Höfler mit seinem dritten Treffer den 4:3-Endstand besorgte, geriet fast schon in den Hintergrund. "Tunsel hat das gut gemacht und den Heimvorteil genutzt", sagte Behr.