NACH TORESSCHLUSS

Jürg Schmidt

Von Jürg Schmidt

Di, 20. August 2019

Bezirksliga Breisgau

BEZIRKSLIGA

Schwungvoller Start

Mit dem 5:3-Heimsieg über einen der großen Meisterschaftsaspiranten, den FC Emmendingen, hat der SV Solvay Freiburg gleich zum Saisonauftakt für eine Überraschung gesorgt. Und dies, obwohl die Freiburger mehr als 50 Minuten in Unterzahl spielten. In der 37. Minute hatte Marvin Reinhardt wegen einer vermeintlichen Tätlichkeit die Rote Karte gesehen. Auch sonst bot die Partie so einige Fußball-Aufreger, zwei verschossene Elfmeter etwa: Für die Freiburger scheiterte Lino Ludwig an Gästetorwart Carsten Schmitz (23.), und auch der Emmendinger Kapitän Tim Baumer blieb vom Punkt aus zweiter Sieger gegen Solvay-Keeper Tim Kodric (27.). "Die ersten paar Minuten verliefen ausgeglichen, beide Seiten hatten Möglichkeiten", berichtete Kodric, der bei Solvay auch als Co-Trainer von Jamal El Haddouchi fungiert. "Wir sind in Führung gegangen, aber danach ist Emmendingen stärker geworden und hat verdient den Ausgleich geschafft." Es folgten die vergebenen Strafstöße und die Rote Karte. "In der zweiten Halbzeit hat Emmendingen versucht, Fußball zu spielen, aber wir haben eine gute Defensivleistung gezeigt und gut gekontert", so Kodric. "Es war typisch für ein Spiel, in dem eine Mannschaft einen Mann weniger auf dem Platz hat und mit langen Bällen spielt. Emmendingen war recht offen in der Verteidigung, und das haben wir eiskalt ausgenutzt."

Aufsteiger zahlt Lehrgeld

Eugen Beck, der Trainer des FC Heitersheim, musste nach der ersten Halbzeit in Wolfenweiler erst einmal tief durchatmen: "Nach den ersten 30 Minuten hätte Wolfenweiler-Schallstadt 3:0 führen müssen. Wir sind in der Abwehr und im Mittelfeld schlecht gestanden." Die Folge waren ein Lattentreffer der Matt-Elf und eine weitere Großchance des Aufsteigers, bei der FCH-Torwart Sebastian Bühler in einer Eins-gegen-Eins-Situation in größter Not retten konnte. "Was Wolfenweiler in der ersten Halbzeit gespielt hat, war super", formulierte Beck seine Hochachtung für den Liganeuling. "Aber in der zweiten Halbzeit haben wir unsere Tore gut herausgespielt und ihnen den Zahn gezogen." Innerhalb von zehn Minuten klingelte es dreimal im Netz der Gastgeber. Einen erstklassigen Auftritt bescheinigte Beck dem zweifachen Torschützen Patrik Müller: "Nicht nur die Tore, sondern auch was er an Tempo und Balleroberungen geleistet hat, war stark."

KREISLIGA A

Direkt wieder in Topform

Der SV Tunsel empfing den PTSV Jahn Freiburg zum Saisonauftakt in der Staffel II. Die Brust des Aufsteigers war breit, schließlich hatte Tunsel im Vorjahr die Staffel IV der Kreisliga B dominiert. Großen Anteil am Aufstieg hatte Marc Höfler, der mit 51 Toren in 28 Spielen souverän Liga-Torschützenkönig wurde. Doch auch beim PTSV Jahn gibt es einen Angreifer, der weiß, wo das Tor steht. Fabian Kunitzky trifft schon seit drei Spielzeiten wie am Fließband für die Mannschaft aus dem Freiburger Osten. Und der Stürmer steigerte sich stetig. In seiner ersten Kreisliga-A-Saison erzielte Kunitzky 23 Treffer, in der Folgesaison waren es 30, bevor er in der vergangenen Spielzeit mit 32 Toren seine persönliche Bestmarke setzte. Neben ihrem jungen Alter (Kunitzky ist 23 Jahre, Höfler gar erst 19) beeindrucken beide Stürmer mit Variabilität in der Offensive. Sie schießen nicht nur Tore in Serie, sie haben auch den Blick für den Mitspieler. Höfler gab neben seinen 51 Treffern 15 Torvorlagen, Kunitzky gelangen im Vorjahr sogar 22 Assists. Im direkten Duell zum Start zeigten sich beide Torjäger nicht schüchtern, sondern machten dort weiter, wo sie 2018/19 aufgehört hatten. Zunächst traf Kunitzky auf Seiten des PTSV innerhalb von zehn Minuten doppelt, ehe sein Gegenüber für den SV Tunsel ausglich. Dabei traf Höfler – wie könnte es anders sein – ebenfalls direkt doppelt. Somit hat der Topscorer des Aufsteigers dem amtierenden Torschützenkönig gleich im direkten Duell zeigen können, mit wem er es diese Saison zu tun hat. Doch wer sich vor beiden vor allem in Acht nehmen sollte, ist schlussendlich die gesamte Konkurrenz in der Kreisliga A.

Brand in Gundelfingen

Nachdem in der Vereinsgaststätte "Am Waldstadion" der SpVgg Gundelfingen/Wildtal am Freitag ein Brand ausgebrochen war, sagte der Verein der Staffel II alle Heimspiele für das Wochenende ab. "Unsere Spiele wurden aufgrund des Brandes im Sportheim und in der Sportgaststätte abgesagt", bestätigte Simon Behr, Trainer der SpVgg Gundelfingen/Wildtal. Die Feuerwehr konnte den Brand zwar schnell unter Kontrolle bringen, dennoch wurde der Gastronomiebereich der Vereinsgaststätte zerstört. Das Vereinsheim blieb unbeschädigt. Die Brandursache ist bislang unklar. Der Sachschaden scheint sich nach erster Inaugenscheinnahme im niederen sechsstelligen Bereich zu bewegen.

A-JUNIOREN BUNDESLIGA

Englische Woche für SC

Nach zwei Unentschieden aus zwei Spielen wollen die A-Junioren des SC Freiburg in der englischen Woche der Bundesliga gerne ihren ersten Saisonsieg einfahren, am liebsten schon an diesem Mittwoch, 11 Uhr, im Möslestadion gegen den FC Augsburg. SC-Trainer Thomas Stamm ist grundsätzlich mit dem Leistungsstand der neu zusammengestellten Mannschaft zufrieden, sowohl gegen Eintracht Frankfurt (2:2) als auch gegen den Karlsruher SC (1:1) habe die Mannschaft auf Augenhöhe agiert. "Wir müssen aber an der Chancenverwertung arbeiten, sonst werden wir nicht erfolgreich sein", sagt Stamm. Augsburg setzt traditionell auf eine Mannschaft "mit einer guten Portion Power und einer gewissen Wucht", so Stamm, "da müssen wir uns wehren". Fehlen wird aus dem SC-Team der vergangenen Wochen lediglich Alex Tran, bei dem der Verdacht auf einen erneuten Kreuzbandriss besteht.