Kreisliga B, Freiburg

Sv0 Rieselfeld peilt mittelfristig den Aufstieg in die Kreisliga A an

Julius Scheidt

Von Julius Scheidt

Mi, 11. September 2019 um 18:00 Uhr

Kreisliga Breisgau

SvO-Trainer Markus Hanser und Neuzugang Mathieu Broudeur sprechen über die derzeitige Lage beim Sport vor Ort Rieselfeld und die Ambitionen in der Zukunft.

Der SvO Rieselfeld, ein ambitionierter Verein mit Zukunft in höheren Ligen? Die erste Fußballmannschaft des Sport vor Ort Rieselfeld hat sich in diesem Sommer enorm verstärkt. Man holte 13 neue Spieler in den Kader, darunter Spieler aus der eigenen Jugend aber auch viele Neuzugänge von anderen Vereinen. Bemerkenswert dabei ist, dass unter den Neuzugängen des SvO, der derzeit in der Kreisliga B Staffel III spielt, auch Fußballer wie Josef Kassassir sind, der schon mit dem FC Waldkirch und dem SC Lahr in der Verbandsliga Südbaden spielte. Außerdem Mathieu Broudeur, der mit dem Freiburger FC in der Bezirksliga und in der A-Jugend-Verbandsliga mit Denzlingen spielte.

Ein Rückblick auf die letzte Saison: Der SvO wurde Vierter in der Kreisliga B Staffel II. Allerdings verlor das Team, das vor allem auf junge Spieler aus der eigenen Jugend gesetzt hatte, zum Ende der Saison einige seiner Nachwuchsspieler, sei es studienbedingt, oder aus internen Gründen. Dies bedeutete für das junge Trainerteam bestehend aus Markus Hanser und Spielertrainer Alois Ribeiro, dass neue Spieler geholt werden müssen. Man verpflichtete insgesamt 13 neue Spieler.

Die Mannschaft aus Sicht des Trainers hat sich zur neuen Saison gut entwickelt: drei Siege aus drei Ligaspielen. In der zweiten Runde im Pokal warf man den derzeit Tabellenersten der eigenen Liga SC Mengen raus, scheiterte in der dritten Runde allerdings am SV Wasenweiler. " Wir waren in der ersten Halbzeit besser, haben aber unsere Chancen nicht und gehen dann nur mit einem 1:1 in die Pause. In der zweiten Halbzeit war Wasenweiler dann die stärkere Mannschaft. Sie haben ihre Chancen verwertet und somit verdient das Spiel gewonnen, das muss man so anerkennen.", sagte Trainer Hanser. In der Liga läuft es dafür gut. Auf die Frage ob er zufrieden sei, antwortet Hanser: "Ich muss ihnen jetzt leider eine typische Trainerantwort geben. Als Trainer ist man mit keinem Spiel komplett zufrieden. Es geht immer noch besser. Dennoch sind wir froh die ersten drei Spiele gewonnen zu haben."

Langfristig ist ein Aufstieg in Aussicht

Das Saisonziel beschreibt der Trainer so: "Das System des SvO ist auf den langfristigen Erfolg ausgelegt. Wir wollen von Spiel zu Spiel denken und nicht nach drei Spielen schon an die Meisterschaft. Dabei setzen wir stark auf unsere Jugend. Langfristig wäre es natürlich schön auch höher zu spielen."

Dass Mathieu Broudeur und Josef Kassassir ins Rieselfeld wechselten, hängt auch mit der Infrastruktur des Vereins zusammen: "Bei uns bekommen Spieler kein Cash, wir überzeugen anders. Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung (durchschnittlich über 20 Spieler im Training), eine eigene hochwertige Kabine nur für die erste Mannschaft, Kamera-Equipment für detailreiche Videoanalysen und sehr viel Trainingsausrüstung zur Verfügung.", erklärt Markus Hanser.

Zur derzeitigen Situation äußert sich auch Neuzugang Mathieu Broudeur.

BZ: Warum haben Sie sich für den SvO Rieselfeld entschieden?

Broudeur: Auf den SvO bin ich durch das Spiel mit dem SV Hochdorf gegen den SvO Rieselfeld in der letzten Saison gekommen. Schon da habe ich gesehen, dass es eine super Mannschaft ist, vor allem für die Kreisliga eine sehr taktische und spielstarke Mannschaft. Man hat schnell gesehen, dass sie individuell aber auch taktisch super sind und auch das Trainerteam eine sehr gute Arbeit macht. Das Gesamtkonzept hatte ich davor noch nicht von einem Kreisliga-Team gesehen. Nach der Saison kam dann die Anfrage von Markus Hanser und Alois Ribeiro. Wir haben uns zusammengesetzt und es hat einfach gepasst. Die Ziele und die Mannschaft passen zusammen. Mit dem Team kann man Spaß haben. Auch außerhalb des Platzes passt es. So hab ich mich für den SvO entschieden und es bisher nicht bereut.

BZ: Wie ist die Stimmung auf und neben dem Platz?

Broudeur: Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Ich habe mich gut eingefunden und wurde auch sehr gut vom Team aufgenommen. Es sind viele Neue und natürlich braucht es Zeit, bis sich alle gut kennen. Aber die Stimmung ist auch außerhalb des Platzes sehr gut. Es passt sowohl sportlich als auch zwischenmenschlich. Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung und somit hohes Trainingsniveau. Dadurch macht es einfach viel Spaß im Training.

BZ: Sehen Sie die Mannschaft in der Lage auch hochklassiger zu überzeugen?

Broudeur: Ich bin der Überzeugung, dass wir auf jeden Fall die Qualität haben hochklassiger zu spielen, denke auch dass die Spieler Lust dazu haben. Wir wollen langfristig nicht in der Kreisliga bleiben, wobei ich jetzt hier kein Ziel ausrufen will, was einen Aufstieg angeht! Aber langfristig ist natürlich das Ziel die Kreisliga zu verlassen, und das zeigen die Spieler auch mit ihrem Engagement.