Testspiel

1. FC Köln deklassiert FC Bad Dürrheim mit 16:0

Heinz Wittmann und Johannes Bachmann

Von Heinz Wittmann & Johannes Bachmann

Do, 11. Juli 2019 um 00:00 Uhr

Landesliga Staffel 3

Jede Menge Rochaden in drei Teams: Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln gewinnt das Freundschaftsspiel beim Landesligisten FC Bad Dürrheim vor 3600 Zuschauern mit 16:0-Toren.

Dürfen Gäste so freigebig sein? Ist es erlaubt, sich so zu erheben über den, der eingeladen hat zu seiner "Jahrhundertfeier"? Für die Fußballer des Bundesliga-Aufsteigers 1. FC Köln, die sich bei einem Lauf-Trainingslager im Donaueschinger Öschberghof auf die Saison vorbereiten, war das am Mittwochabend beim ungleichen Vergleich mit dem Landesligisten FC Bad Dürrheim keine Frage. Trainer Achim Beierlorzer bot gleich drei Mannschaften auf, die der Blanco-Elf nicht den Hauch einer Chance ließen. Vor 3600 Zuschauern hieß es am Ende 0:16.

FC Bad Dürrheim – 1. FC Köln 0:16 (0:4). Am Anfang stand der Wunsch nach einem Leistungsvergleich, der diesen Namen auch verdient haben sollte. "Wir wollen mitspielen", hatte Enrique Blanco, Trainer der Bad Dürrheimer Landesligaelf, vor dem Anpfiff erklärt: "Wir wollen uns nicht abschießen lassen." Und überhaupt: eine zweistellige Niederlage käme für ihn und seine Spieler einfach nicht infrage. Es blieb beim Wollen. Denn die Kölner, obwohl nach heftigen Laufeinheiten nicht eben taufrisch, taten, was ihnen Trainer Beierlorzer aufgetragen hatte. Sie rannten und rannten und liefen die Salinenstäder schier über den Haufen. Immerhin: Zehn Minuten lang hielten die Bad Dürrheimer, die erst seit einer Woche wieder im Training sind, das zu null – doch dann traf der hochaufgeschossene Simon Terrode zum 0:1 (10.). Es war der Auftakt zu weiteren Treffern im Fünf-Minutentakt, die sich zur Torlawine auswuchsen. Wie sagt der Kölner? "Et kütt wie et kütt." Und es kam ganz dick für die Salinenstädter. Immerhin erzielte die Blanco-Elf einen Treffer – das 0:3 (35.) war ein blitzsauberes Eigentor von Marco Lenti.

Doch weder läuferisch, noch taktisch und schon gar nicht ergebnistechnisch waren die Salinenstädter, die die vergangene Landesligasaison immerhin als Tabellendritter abgeschlossen hatten, dem Sturmlauf der sichtlich gut gelaunten Gäste gewachsen. Die Gastgeber hatten lediglich zwei Torchancen, Mustafa Akgün und Isa Sabunco bekamen die Möglichkeiten, brachten gegen die konsequent agierenden Kölner den Ball aber nicht im Tor unter.

Trainer Beierlorzer wechselte munter durch und so kamen vor den 3600 Zuschauern tatsächlich (knapp) drei Kölner Mannschaften zum Einsatz. Auch Bad Dürrheims Trainer Enrique Blanco schickte alles auf den Platz, was er auf der Bank vorfinden konnte. Trotz der deftigen und natürlich erwartbaren Niederlage des Siebt- gegen den Wieder-Erstligisten, wirkten die Salinenstädter nach dem Schlusspfiff ungemein fröhlich. "So ein Spiel erlebt man vielleicht nur ein, zwei Mal im Leben", so Blanco, "und wir können sagen, wir waren dabei." Der Kölner Spieler Dominick Drexler hatte auch etwas Trost für die Dürrheimer parat. "Der Gegner war gar nicht so schlecht. Wir sind aber richtig ins Rollen gekommen und hatten viel Spaß an dem Spiel. Auch war unsere Chancenverwertung war sehr gut."

Tore: 0:1 Terodde (10.), 0:2 Terodde (25.), 0:3 Eigentor/Lenti (35.), 0:4 Schindler (40.), 0:5 Churlinov (50.), 0:6 Risse (52.), 0:7 Cordoba (55.), 0:8 Cordoba (58.), 0:9 Modeste (63.), 0:10 Churlinov (67.), 0:11 Churlinov (72.), 0:12 Horn (76.), 0:13 Drexler (78.), 0:14 Drexler (79.), 0:15 Modeste (83.), 0:16 Schmitz (89.) Schiedsrichter: Brombacher (Kandern). Zuschauer: 3600.