Den Rückstand weggesteckt

Christoph Giese

Von Christoph Giese

Di, 11. Juni 2019

SC Freiburg

Die U-17-Juniorinnen des SC Freiburg gewinnen ihr erstes Halbfinale gegen Potsdam / Oceane Picard trifft zweimal.

FUSSBALL. Mit 3:1 (1:1) setzten sich die U-17-Juniorinnen des SC Freiburg im Halbfinal-Hinspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Turbine Potsdam durch. Einen frühen Rückstand konnte die Elf von Ede Beck noch vor der Pause ausgleichen, in einer starken zweiten Spielhälfte stellte der SC die Weichen für den Erfolg. Damit verschaffte sich die Mannschaft eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, Trainer Beck warnte jedoch, dass noch 80 schwere Minuten bevorstehen.

"Wir auf der Bank haben schon gezittert nach dem 3:1, dass man da nicht noch das 3:2 bekommt, denn einen Zwei-Tore-Vorsprung hatten wir uns erträumt", erklärte ein hochzufriedener Ede Beck nach der Partie. Das Zittern in der zweiten Halbzeit war jedoch nahezu unbegründet, denn seine Mannschaft hatte das Spiel nach dem Seitenwechsel fest im Griff.

Zuvor war das noch anders. Die Gäste aus Potsdam erwischten im munteren ersten Durchgang den besseren Start, denn die körperlich überlegenen Spielerinnen von Turbine waren zunächst präsenter. Schon in der 12. Minute zappelte der Ball erstmals im Netz. Potsdams Kapitänin Merle Kirschstein trat einen Freistoß vom Mittelkreis, der immer länger und länger wurde und schließlich im Freiburger Gehäuse landete.

Der Rückstand weckte den SC auf. Innerhalb kürzester Zeit hatten die Gastgeberinnen mehrere gute Möglichkeiten. Mia Büchele scheiterte nach einer schönen Einzelaktion an Potsdams Torhüterin (14.), Selina Fockers schoss über das Tor (15.) und Oceane Picard setzte den Ball nach gutem Zusammenspiel mit Fockers knapp am Tor vorbei (18.).

Nur drei Minuten später erzwang SC-Kapitänin Victoria Ezebinyuo einen Strafstoß. Sie traf eine Potsdamer Spielerin an der Hand. "Ich habe ins Getümmel geschossen und da war die Hand. Das hat mich richtig gefreut", lachte Ezebinyuo. Den fälligen Elfmeter verwandelte Picard zum 1:1 (22.). Bis zur Pause waren dann die Gäste wieder überlegen und trafen dabei zweimal die Querlatte (30., 40.). "Wir haben zum Ende der ersten Halbzeit im Mittelfeld keinen Zugriff mehr gehabt", beobachtete Ede Beck, der daraufhin taktisch umstellte.

Die SC-Spielerinnen kontrollierten fortan das Spiel. Immer wieder schalteten sie nach Ballgewinnen im Mittelfeld schnell nach vorne um. Nach einer Ecke traf Selina Fockers zur verdienten Führung (52.). Im Anschluss scheiterte Oceane Picard zunächst (56.), ehe sie nach einem weiten Ball allein vor Jamie Marie Gerstenberg im Turbine-Tor auftauchte und cool ins lange Eck abschloss (72.). Picard hatte in der Schlussminute noch einmal eine Chance, verpasste mit dem dritten Lattentreffer des Tages aber ihr drittes Tor (79.). "Es hat uns in der zweiten Halbzeit den Erfolg gebracht, dass wir sicherer gestanden sind und aus dieser Sicherheit heraus die Tore machen konnten", resümierte Beck.

Von Potsdam war in der Offensive bis auf einen harmlosen Schuss und einen Abseitstreffer nichts mehr zu sehen. Beck war die Freude über den Sieg ins Gesicht geschrieben: "Was sie da geleistet haben, war einfach große Klasse und da ziehe ich meinen Hut." Das Rückspiel findet am kommenden Samstag, um 11 Uhr in Potsdam statt.

Freiburg: Bruch, Kroflin, Hartmann, Büchele, Picard, Beyer, Rauch (78. Woelki), Fockers (77. Zicai), Ezebinyuo, Philipzen, Kbida. Potsdam: Gerstenberg, Kirschstein, Schermer, Rohde, Haase (50. Enke), Tietz, Weidauer, Koch, Schiemann, Blum (65. Löwe), Jesse (41. Bettin). Tore: 0:1 Kirschstein (12.), 1:1 Picard (22.), 2:1 Fockers (52.), 3:1 Picard (72.). Schiedsrichterin: Vanessa Schleicher. Zuschauer: 357.