SC-Spielerkritik

Luca Waldschmidt demonstriert gegen den BVB erneut seine präzise Abschlussqualität

René Kübler

Von René Kübler

Sa, 05. Oktober 2019 um 18:29 Uhr

SC Freiburg

Der SC Freiburg beeindruckt beim 2:2 gegen Borussia Dortmund nicht nur mit enormer Leidenschaft, sondern vor allem nach der Pause auch spielerisch. Die Spieler in der Einzelkritik.

Alexander Schwolow
Musste tatsächlich erst kurz vor der Pause tätig werden – parierte Hazards Distanzschuss dabei klasse. Bei den Gegentreffern chancenlos.

Lukas Kübler
Rückte für den angeschlagenen Philipp Lienhart links in die Dreierabwehrkette. Agierte auf der für ihn ungewohnten Position sehr zuverlässig. Ließ Gegenspieler Witsel allerdings beim Eckball entwischen. Die Folge: das 0:1. War dafür als Kombinationsstation am 1:1 beteiligt. Und hatte später Pech, als er Hakimis Schuss ins eigene Tor abfälschte. In der zweiten Halbzeit auch im Spiel nach vorne auffällig. Ein Auf und Ab für ihn mit guter Schlussnote.

Robin Koch
Ein starker Auftritt des früheren Lauterers in der Abwehrzentrale. Stets nah am Mann und meist Zweikampfsieger. Vor allem im defensiven Kopfballspiel eine Bank.

Dominique Heintz
Defensiv solide. Hatte in der Spieleröffnung zunächst ungewohnte Schwierigkeiten. Verpasste in den ersten 20 Minuten immer wieder den richtigen Zeitpunkt fürs Abspiel, das dadurch unter Druck ungenau geriet. Später stabil.

Jonathan Schmid
Hatte nicht so viele offensive Aktionen wie sonst. Ihm merkte man den Respekt vor den rasanten Dortmundern an, Schmid scheute deswegen lange ein allzu großes Risiko. Insgesamt etwas zu brav, aber ebenfalls mit deutlicher Steigerung in Durchgang zwei. Und zudem Torvorbereiter.

Amir Abrashi
Emsig und stets unter Hochspannung unterwegs. Sauste manchmal etwas zu ungeduldig in Zweikämpfe, zu denen es dann gar nicht kam, weil der BVB die Situationen kombinationssicher löste und dadurch im Vorteil war. Trotzdem: wichtiger Malocher.

Nicolas Höfler
Hatte in der Anfangsphase Mühe mit dem Dortmunder Tempo. Leistete sich unter Druck den einen oder anderen Ballverlust. Steigerte sich aber im Verlaufe des Spiels immer mehr und brachte seine strategischen Stärken ein. Willensstarker Ballverteiler und Lückenschließer zugleich.

Christian Günter
Bearbeitete die linke Seite und seine Kontrahenten dort mit enormem Biss. Das führte zu einigen lukrativen Ballgewinnen. Drängte unbeeindruckt vom hochwertigen Gegner immer wieder energisch nach vorn. Genau wie Höfler ein Motor des SC-Spiels.

Janik Haberer
Es war einmal mehr beeindruckend, mit welcher Akribie und Dynamik er seine Pressingaufgaben erledigte. Forderte zudem auch auf engem Raum den Ball – und spielte ihn zuverlässig weiter. Ein wichtiger Faktor.

Lucas Höler
Trat in erster Linie durch sein Laufpensum in Erscheinung. Vor zurück, vor zurück. Höler war immer wieder überall. Das beeindruckte.

Luca Waldschmidt
Ihm war anzusehen, dass er auch seine defensiven Aufträge fleißig erfüllen wollte. Trotzdem hatte der Siegtorschütze von Düsseldorf auch auffällige Aktionen in der Offensive. Zweimal verfehlte er mit seinem starken linken Fuß in Halbzeit eins das Ziel nur knapp. Der dritte Versuch saß dann wie schon gegen Düsseldorf. Waldschmidts Abschlusspräzision mit links ist außergewöhnlich.

Roland Sallai
Wirkte nach seiner Einwechslung gehemmt, hatte Mühe, ins Spiel zu finden. Gegen Ende gelang es ihm dennoch. Seine Flanke führte zum 2:2.

Nils Petersen
Konnte als Joker diesmal keine Wirkung entfalten.

Vincenzo Grifo
Ihm genügten die wenigen Einsatzminuten in der Schlussphase, um entscheidend einzugreifen: Hatte beim 2:2 zwar reichlich Dortmunder Unterstützung, Grifo war aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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