Bundesliga

SC Freiburg gewinnt dank Leistungssteigerung gegen Leipzig mit 2:1

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Sa, 26. Oktober 2019 um 17:29 Uhr

SC Freiburg

In einem höhepunktarmen Spiel kann sich der SC Freiburg am 9. Spieltag gegen RB Leipzig mit 2:1 durchsetzen. Höfler und Petersen treffen für den Sportclub, Klostermann für Leipzig.

Gegen RB Leipzig gewinnt der SC Freiburg nach einer guten zweiten Halbzeit mit 2:1. SC-Mittelfeldspieler Nicolas Höfler (45.+3 Minute) und Rekord-Joker Nils Petersen (90.) mit dessen 22. Tor als Einwechselspieler bescherten den Breisgauern am Samstag den Erfolg. Lukas Klostermann konnte in der Nachspielzeit nur noch verkürzen (90.+2).


Leipzig war insbesondere in der ersten Hälfte dominant, beste Torchancen wurden jedoch nicht genutzt. Von Seiten der Freiburger, bei denen Lino Tempelmann sein Bundesliga-Debüt feierte, kam in der Offensive wenig, auch defensiv agierten die SC-Spieler passiv. In der 29. Minute musste zudem Nationalspieler Luca Waldschmidt verletzt ausgewechselt werden. SC-Trainr Christian Streich sagte diesbezüglich: "Ich hoffe nicht, dass er sich den Mittelfuß gebrochen hat, da müssen wir ein bisschen abwarten." Ein Einsatz Waldschmidts im Pokal gegen Union Berlin (Dienstag) ist fraglich.

So sah Twitter das Spiel






RB-Coach Julian Nagelsmann hatte vor dem Duell angesprochen, dass Auswärtsteams im Schwarzwald-Stadion regelmäßig Chancen auslassen - und die Freiburger dagegen in ihrer Effizienz zugelegt hätten. Und auch diesmal passte diese Aussage. Mit der letzten Aktion in einer von den Sachsen überlegen geführten ersten Halbzeit gingen die Breisgauer überraschend in Führung: Lucas Höler setzte nach seinem abgeblockten Schuss nach und leistete die Vorarbeit für Höfler, der nur noch einschieben musste. Petersen feierte kurz vor Schluss seinen Bundesliga-Rekord.

An der erneuten Enttäuschung für Leipzig konnte auch Timo Werner nichts ändern. Anders als befürchtet war der Nationalstürmer trotz seiner Hüftprobleme fit geworden. Dem 23-Jährigen liegen die Partien gegen die Freiburger eigentlich besonders - gegen keinen anderen Verein hat er in der Bundesliga so viele Tore geschossen (zehn). Diesmal war die Partie für ihn nach 70 Minuten allerdings ohne erfolgreichen Abschluss beendet.

Vor 24 000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion hatte Werner die erste große Möglichkeit der Gäste vorbereitet. Sein Pass auf Kapitän Willi Orban wurde von Neu-Nationalspieler Robin Koch gerade noch geklärt (10). Die Aktion leitete das Übergewicht von RB ein.
Nach einer guten Anfangsphase der Freiburger dominierte der sächsische Champions-League-Teilnehmer drei Tage nach dem 2:1 gegen Zenit St. Petersburg zunehmend. Leipzig war in der ersten Hälfte klar die bessere Mannschaft. Den Schuss von Amadou Haidara aus der Distanz (14.) lenkte Freiburgs Ersatztorwart Mark Flekken, der für den verletzten Alexander Schwolow ins Team aufrückte, über die Latte. Auch Werner vergab (25.).

Überraschende Führung

So führten überraschend die Freiburger zur Pause, dabei war Streichs Idee für die Partie schnell dahin gewesen. Nationalstürmer Luca Waldschmidt musste verletzungsbedingt raus, für ihn kam Petersen (29.). Nur fünf Minuten später wechselte Streich den unglücklichen Bundesliga-Debütanten Lino Tempelmann für Vincenzo Grifo aus.

Die frühen Wechsel schienen den Freiburgern zu helfen, nach dem Seitenwechsel hielten sie mit mehr Einsatzwillen dagegen und Christian Günter hatte die Chance zu erhöhen (77.). Die Leipziger waren zwar um den Ausgleich bemüht, aber nicht mehr so überlegen wie in der ersten Hälfte.

In Durchgang zwei musste Torschütze Nicolas Höfler ausgewechselt werden (67.). Der Mittelfeldregisseur der Freiburger zog sich bei einem Zweikampf mit Leipzigs Lookman eine Gehirnerschütterung zu.
Mehr zum Spiel:

SC Freiburg: Flekken - Lienhart, R. Koch, Heintz - Schmid, Tempelmann (34. Grifo), Höfler (67. N. Schlotterbeck), Günter - Haberer, Höler - L. Waldschmidt (30. Petersen)
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Upamecano, Orban, Halstenberg - Haidara, Demme - Sabitzer (56. Nkunku), Forsberg (60. Poulsen) - Werner (70. Matheus Cunha), Lookman

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover) - Zuschauer: 24000 (ausverkauft). Tore: 1:0 Höfler (45.+2), 2:0 Petersen (90.), 2:1 Klostermann (90.+2) Gelbe Karten: Höfler (3), Haberer (1), Grifo (1) / Upamecano (1)