Nach der Champions-League-Auslosung

STANDPUNKT: Allen vier Bundesligisten winkt das Achtelfinale

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

So, 01. September 2019

SC Freiburg

Liverpool gegen Tottenham im Champions-League-Finale, Chelsea versus Arsenal im Europa-League-Endspiel: Die europäischen Klubwettbewerbe dominierten in der vergangenen Saison die Engländer. Die wirtschaftliche Kraft der Premier League ist von den politischen Brexit-Verwerfungen untangiert geblieben und zugleich eine sportliche Provokation für die erfolgsverwöhnten Spitzenklubs Spaniens und ein Dorn im Auge der nach mehr internationaler Anerkennung lechzenden Bundesligisten aus München und Dortmund.

Letztere haben – wie erwartet – nach der Auslosung der Gruppenphase in der Königsklasse aufatmen dürfen: Weder die Bayern noch der BVB brauchen – zumindest der Papierform nach – vor einem vorzeitigen Aus bangen: Der Rekordmeister bekommt es zwar mit dem Vorjahresfinalisten Tottenham und den derzeit vielleicht stärksten Vereine auf dem Balkan zu tun, doch bei allem Respekt für Olympiakos Piräus und Dinamo Zagreb ist es schwer vorstellbar, dass die Griechen oder Kroaten die Bayern aus dem Rennen werfen. Borussia Dortmund wird es schwer haben gegen den FC Barcelona, aber gegen Inter Mailand und Slavia Prag winkt den Westfalen mindestens Platz zwei.

RB Leipzig indes ist zuzutrauen, eine Vorrundengruppe gegen Benfica Lissabon, Zenit St. Petersburg und Olympique Lyon gar zu gewinnen. Am schwesten hat es dafür Bayer 04 Leverkusen erwischt, doch chancenlos ist die Bosz-Elf gegen Juventus Turin und Atletico Madrid keineswegs.

Somit winkt allen vier Bundesligisten realistisch das Achtelfinale, wo zuletzt immer seltener ein krasser Außenseiter noch auftaucht. Dafür beginnt dort der Kampf um die Suprematie gegen Spanier und Engländer.