Weimarer Republik

Vizekanzler Hermann Dietrich: "Der Minister war ein guter Mann"

Alexandra Wehrle

Von Alexandra Wehrle

Do, 06. März 2014 um 12:04 Uhr

St. Märgen

Spuren der deutschen Politik: In St. Märgen hatte der ehemalige Vizekanzler der Weimarer Republik, Hermann Dietrich, einen Hof

ST. MÄRGEN. Nur wenige wissen, dass einer der prominentesten Politiker der Weimarer Republik in der Nähe von St. Märgen einen Hof hatte und auf dem St. Märgener Friedhof begraben liegt: Hermann Dietrich war badischer Liberaler, Abgeordneter der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) im Landtag und im Reichstag, Minister und Vizekanzler des Deutschen Reiches. Heute vor 60 Jahren ist Dietrich im Alter von 74 Jahren gestorben.

Hermann Dietrich wuchs als Zweites von fünf Kindern bei Lörrach in ärmlichen Verhältnissen auf. Sein Vater Jakob war ein evangelischer Landpfarrer. Nach seinem Jurastudium ging Dietrich in die Politik und war unter anderem Bürgermeister in Kehl und Oberbürgermeister in Konstanz, bevor er auf Landes- und Bundesebene ein prominenter DDP-Politiker wurde.

Dietrich, dem materielle Sicherheit wichtig war, kam durch seine Heirat 1918 mit Elisabeth Trick, Tochter eines Zellstofffabrikanten in Kehl, zu einem Millionenvermögen. Fabrikant Ludwig Trick war 1900 gestorben und hatte sein Vermögen seinen vier Töchtern vermacht. Elisabeth war 13 Jahre älter als Dietrich und stimmte der Hochzeit erst nach fünf Jahren beharrlichen Werbens zu. Schon drei Jahre nach der Hochzeit starb sie. Diese Ehe blieb ebenso kinderlos wie Dietrichs zweite mit Marta Troeltsch, die allerdings einen Sohn, Ernst, mit in die Ehe brachte, den er adoptierte.

Aktien und Häuser

im Besitz

Dietrichs ...

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