Bessere Nachtverbindungen geplant

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Di, 25. Juni 2019

St. Peter

Rat St. Peter will Bus-Vertrag mit der VAG zum Jahresende kündigen – dafür wollen Dreisamtalgemeinden mit SBG zusammenarbeiten.

ST. PETER. Gegenwärtig besteht zwischen der Freiburger Verkehrs AG (VAG) und der Gemeinde St. Peter ein Vertrag für den Nachtverkehr an Wochenenden von Freiburg in die Hochschwarzwaldkommune. Der St. Petermer Gemeinderat beschloss nun, diesen Vertrag fristgerecht zum Jahresende zu kündigen und künftig zusammen mit den Dreisamtalgemeinden mit der Südbaden Bus GmbH (SBG) zusammenzuarbeiten.

Hintergrund sind die rückläufigen Fahrgastzahlen – für St. Peter waren es im Jahr 2018 insgesamt nur 136, die möglicherweise auf die Organisation des bisherigen Systems zurückzuführen sind. Seit etwa vier Jahren müssen nachts die Fahrgäste in Freiburg mit der Straßenbahn bis zur Endhaltestelle Lassbergstraße in Littenweiler fahren und dann mit Taxen weiterfahren. Dies ist oftmals mit mehrmaligem Umsteigen und zusätzlichen Wartezeiten verbunden, denn die Taxen verkehren nur auf Zuruf. Hinzu kommen Klagen, dass die Taxen oft nicht wie vereinbart bis vor die Haustür fahren. Außerdem, hieß es im Rat, will sich die VAG künftig aus dem Umland zurückziehen und sich mit ihrem Angebot auf das Freiburger Stadtgebiet konzentrieren.

Die SBG hat inzwischen Folgendes angeboten: keine Taxen mehr, sondern nur Busverkehr mit Abfahrt am zentral gelegenen Freiburger Busbahnhof wie die normalen Linienbusse. Von Freiburg nach St. Peter (über Kirchzarten, Stegen und Eschbach) gebe es künftig an Wochenenden zu später Stunde und nachts drei Verbindungen: um 0.40 Uhr die bereits bestehende Normalverbindung gemäß Fahrplan und am Samstag und Sonntag zusätzlich um 2.40 Uhr und um 4.40 Uhr je einen Großbus. Wie bisher wäre für die Fahrt eine Regiokarte notwendig plus Zuzahlung eines Komfortzuschlags an den Wochenenden von 2 Euro. Besitzt man keine Regiokarte, ist der Preis für eine normale Fahrkarte plus 2 Euro Komfortzuschlag fällig.

Die Dreisamtalgemeinden und die Ortsteile Kirchzarten, Burg, Himmelreich, Buchenbach, Oberried, Hofsgrund und wieder Kirchzarten würden ab Haltestelle Kirchzarten mit Kleinbussen im Direktanschluss versorgt werden.

Die nach einem Verteilerschlüssel nach Einwohnerzahlen und prozentualem Fahrgastanteil ermittelten anteiligen Großbus-Kosten für St. Peter würden etwas mehr als 6000 Euro pro Jahr betragen. Das SBG-Angebot wurde im St. Petermer Ratsgremium einhellig begrüßt und die Kündigung des Vertrags mit der VAG sowie der Abschluss eines neuen Vertrags mit der SBG zusammen mit den Dreisamtalgemeinden einstimmig beschlossen. Die diesbezüglichen Beschlüsse in den übrigen Gemeinden stehen noch aus und werden dort ebenfalls demnächst auf der Tagesordnung stehen.