Stadt Freiburg: Öffentliche Orte nicht betreten

dpa

Von dpa

Fr, 20. März 2020

Deutschland

OB Horn appelliert an die Menschen / Baden-Württemberg und Bayern drohen landesweite Ausgangssperren an / 61 Tote im Elsass.

FREIBURG (bür/fz/dpa). Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sieht sich die Stadt Freiburg zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen. Donnerstagabend verkündete OB Martin Horn ein zweiwöchiges Betretungsverbot öffentlicher Orte. Damit sind all jene Orte gemeint, an denen sich Menschen treffen und verweilen. "Es ist keine Ausgangssperre", so Rathaussprecherin Martina Schickle auf BZ-Nachfrage. Die Regel gelte von Samstag an. Horn verwies auf die Lage im Elsass. In der Region Grand-Est sei die Zahl der Covid-19-Toten auf 61 gestiegen. Viele Südbadener hielten den empfohlenen Abstand zu anderen Menschen nicht ein. Horn: "Das Haus oder die Wohnung soll nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden." Konkret heißt das: Die Menschen dürfen zur Arbeit gehen, zum Arzt oder zum Einkauf von Lebensmitteln. Sie dürfen allein, zu zweit und mit Personen, die in ihrem Haushalt leben, spazieren oder joggen gehen. Über die Anwendung von Sanktionen sei noch nicht entschieden, sagte Schickle. Der Schritt sei mit der Landesregierung abgestimmt. Bayern und Baden-Württemberg drohen indes mit landesweiten Ausgangssperren.

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