Aufbau im Unternehmen

Starke Partnerschaften

Di, 05. Juli 2011 um 17:34 Uhr

Anzeige Hans-Jürgen Lesser (A. Raymond GmbH & Co. KG) und Rainer van Alphen (Pricewaterhouse Coopers) sprechen zum Thema Ausbildungspartnerschaft sowie über Nutzen und Vorteile eines dualen Studiums in ihren Unternehmen.

BZ: Herr Lesser, was war die Motivation für die A. Raymond GmbH & Co. KG, eine Ausbildungskooperation mit der DHBW Lörrach einzugehen?

Lesser: Ausschlaggebend für unser Unternehmen war auf jeden Fall, dass wir im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule in Lörrach schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt Menschen gewinnen können, die wir in unserem Unternehmen systematisch entwickeln möchten. Des Weiteren war und ist es für uns wichtig, dass unsere Mitarbeiter bereits ein hohes Maß an praktischer Erfahrung mitbringen.

BZ: Herr van Alphen, welches sind die Beweggründe für PricewaterhouseCoopers, eine Ausbildungskooperation mit der DHBW Lörrach zum Start des Wintersemesters 2011 / 2012 einzugehen?

van Alphen: Die beginnende Zusammenarbeit zwischen PricewaterhouseCoopers und der Dualen Hochschule Lörrach beruht auf mehreren Gründen. Erstens bietet sie uns eine ausgezeichnete Gelegenheit, unseren Markt für Personalbeschaffung für bestausgebildete und leistungswillige Fachkräfte auf dem Gebiet der Informatikrevision und –beratung mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik zu erweitern. Die Ausbildungskooperation ermöglicht es uns, junge und interessierte Menschen schon sehr früh an die Hand zu nehmen und auf die herausfordernde Arbeit in einem international aufgestellten Unternehmen wie dem unseren heranzuführen. Zweitens stellten wir im Rahmen der vorbereitenden Gespräche ein hohes beiderseitiges Einvernehmen zwischen der DHBW Lörrach und uns fest, eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne der obengenannten Ziele. Schließlich sind an unserem Standort in Basel bereits mehrere Absolventen der DHBW Lörrach angestellt. Die guten Erfahrungen in der beruflichen Zusammenarbeit mit diesen haben unsere Entscheidung, eine Ausbildungskooperation einzugehen, zusätzlich bekräftigt.

BZ: Wie, Herr Lesser, würden Sie die Zusammenarbeit der letzten 30 Jahre in einer SMS beschreiben? Bedenken Sie, dass Sie nur 160 Zeichen dafür zur Verfügung haben.

Lesser: Kurz und knapp formuliert: die Zusammenarbeit ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation.

BZ: Was erwarten Sie, Herr van Alphen, von der zukünftigen Zusammenarbeit? Für Sie gilt ebenso die Beschränkung auf 160 Zeichen:

van Alphen: Das Duale Ausbildungssystem soll uns ermöglichen, die besten Fachkräfte zu rekrutieren und schon sehr früh an die wirtschaftliche Realität in unserem Unternehmen und in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden heranzuführen.

BZ: Wie sieht die Ausbildungskooperation zwischen der DHBW Lörrach und der A. Raymond GmbH & Co. KG konkret aus?

Lesser: Angefangen haben wir mit einem Dualen Studium im Bereich Maschinenbau. Inzwischen bieten wir auch die Studiengänge Mechatronik Trinational, Wirtschaftsingenieurwesen, BWL-Industrie und Kunststofftechnik an. Die Studierenden lernen in unserem Unternehmen von Anfang an die Praxisseite kennen und arbeiten schon sehr früh an attraktiven Projekten mit, sei es in der Produktion, sei es in der Forschung und Entwicklung.

BZ: Was wird die Dualen Studierenden ab Oktober bei PricewaterhouseCoopers erwarten?

van Alphen: Das Studium an der DHBW Lörrach und die Ausbildung beziehungsweise Arbeit in unserem Unternehmen sind in Quartale aufgegliedert. Auf ein Quartal theoretischer Wissensvermittlung an der Hochschule folgt unmittelbar die Umsetzung des erworbenen Wissens in unserem Unternehmen. Diese zeitliche Gliederung trägt zu einer sinnvollen Abfolge von theoretischen und praktischen Blöcken bei, nicht zuletzt auch für uns als Ausbildungsunternehmen. Denn die Studierenden werden bei uns von Anfang an Teil eines Beratungsteams, gehören damit gewissermaßen zur Belegschaft und werden somit in die aktive Mitarbeit an Projekten eingebunden.

BZ: Welche Möglichkeiten bestehen für die A. Raymond GmbH & Co. KG, auf die Lehrpläne der DHBW Einfluss zu nehmen?

Lesser: Wir als Industrieunternehmen und Ausbildungspartner haben die Möglichkeit, über den Dualen Senat mit der Hochschule und den jeweiligen Fachbereichsleitern die Lehrpläne auf aktuelle Trends und Themen auszurichten. Umgekehrt erhalten jedoch auch wir als Ausbildungspartner Feedback von der Hochschule. Für beide Seiten ist es wichtig, für Änderungen und Neuerungen offen zu sein.

BZ: Wie werden Sie und PricewaterhouseCoopers vorgehen?

van Alphen: Zu einem so frühen Zeitpunkt der Zusammenarbeit, werden wir uns nicht erlauben, eingreifend auf die Lehrpläne der Hochschule einzuwirken. Als Ausbildungsunternehmen können wir uns jedoch sehr gut vorstellen, in Zukunft den einen oder anderen (Teil-)Lehrgang mit ausgewiesenen Fachkräften aus unserem Unternehmen zu bestreiten, sei es im Rahmen eines Blockseminars, sei es im Rahmen eines über mehrere Wochen verteilten Lehrgangs. Ob und wie unsere Vorstellung umsetzbar ist, wird sich im Verlauf unserer Zusammenarbeit herausstellen.

BZ: Welchen Mehrwert sehen Sie für die A. Raymond GmbH & Co. KG auch heute noch in der Zusammenarbeit mit der DHBW?

Lesser: Die Ausbildung an der Hochschule mit ihrem großen Praxisbezug ist für uns ein Vorteil von unschätzbarem Wert. Da wir unsere Mitarbeiter und Fachkräfte schon sehr früh kennen lernen und ihnen während der Zeit ihrer Ausbildung und des Studiums zur Seite stehen, haben wir im Anschluss daran lediglich eine geringe Fluktuation. In den ganz seltenen Fällen haben die Studenten unser Unternehmen lediglich aus privaten Gründen nach dem Studium verlassen.

BZ: Worin liegt der Nutzen einer Zusammenarbeit mit der DHBW Lörrach für PricewaterhouseCoopers?

van Alphen: An unserem Standort in Basel hatten wir in den letzten Jahren immer wieder Studierende der DHBW an Bord unserer Consulting Teams. Mit diesen haben wir stets gute Erfahrungen gemacht, so dass bereits damals eine Vertrauensgrundlage entstanden ist, dass Absolventen der DHBW Lörrach zu unserem Unternehmen passen. Mit der Ausbildungskooperation besteht nun für uns die einmalige Chance, dass wir angehende Fachkräfte bereits von Anfang an auf ihrem universitären und beruflichen Ausbildungsweg begleiten und beobachten können. Ein nicht zu vernachlässigender Mehrwert für uns besteht vor allem darin, dass für uns als Arbeitgeber genauso wie für den Absolventen die Phase der Einarbeitung wegfällt.

BZ: Welchen Nutzen können Studierende aus einem Dualen Studium bei der A. Raymond GmbH & Co. KG ziehen?

Lesser: Zum einen lernen die Studierenden von Anfang an, was es bedeutet, sich erstens in ein Unternehmen einzugliedern und zweitens aktiv einzubringen. Sie kennen bereits den 8-Stunden-Tag mit einem straffen, leistungsorientierten Arbeitsprogramm. Das zahlt sich auch insofern aus, als dass nach Abschluss des Studiums die Einarbeitungszeit entfällt. Zum anderen bringt ein Duales Studium eine Sicherheit auf zeitlicher Ebene mit sich. Nach drei bis dreieinhalb Jahren Studium werden die meisten Absolventen in der Regel übernommen. Außerdem bedeutet das Duale Studium auch eine finanzielle Sicherheit, denn die Studierenden erhalten eine finanzielle Unterstützung im Rahmen einer Ausbildungsvergütung.

BZ: Und warum sollten sich junge Menschen für ein Duales Studium bei PricewaterhouseCoopers entscheiden?

van Alphen: Wer zu uns kommt, erwartet ein hochdynamisches Umfeld und eine aktive Mitarbeit in einem globalen Unternehmen. Wer bei uns dual ausgebildet wird, erlernt nicht nur drei Jahre Theorie, sondern geht mit in bestehende und neue Projekte. Diese können auch im Ausland durchzuführen sein. Heute Basel, morgen Stuttgart, übermorgen London – so könnte ein Wochenplan bei uns aussehen, je nachdem, an welchem Projekt und in welcher Abteilung der Studierende mitarbeitet. Des Weiteren wird er an internen Weiterbildungsseminaren und Schulungen teilnehmen. In Deutschland studieren, in der Schweiz arbeiten, international orientiert sein – so sehen wir uns und unsere Studierenden.

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