Ab 1933 änderte sich das Klima

Rainer Ruther

Von Rainer Ruther

Do, 12. Februar 2015

Staufen

Günther Wiese und Wolfgang Petter aus Staufen haben die Zeit von 1932 bis 1945 in der Faust-Stadt aufgearbeitet.

STAUFEN. Der Nationalsozialismus kam nicht wie ein Erdbeben, eher wie eine schleichende Krankheit über die heile Welt von Staufen. Berlin war weit weg, bis Ende 1932/Anfang 1933 hinterließ der "neue Geist" in der Stadt kaum Spuren. Günther Wiese und Wolfgang Petter haben nach akribischer Recherche die Zeit von 1932 bis 1945 aufgearbeitete und präsentierten ihre Ergebnisse im vollbesetzten Erhart-Kästner-Saal.

Es gibt eine Zeit, da ist noch alles möglich – sogar, die Nazis auf die Schippe zu nehmen. Das "Staufener Tagblatt", der Zentrum-Partei nahe stehend, nutzt jede Gelegenheit, die Nazis und ihre Organisationen lächerlich zu machen. Als etwa 1932 die NSDAP eine Anordnung für SS-Leute erlässt, sie müssten ihre Vorgesetzten um eine Heiratserlaubnis ersuchen, schreibt das Blatt, die Auswahl reiner Rassen solle man doch lieber den "Rindviehzuchtgenossenschaften" überlassen. Und über den "Feigling Hitler", der sich beim Münchner Putsch 1923 vor dem Kampf gedrückt hatte, kann sich das Blatt damals auch noch auslassen.

Staufener Zeitung ...

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