Behördenversagen

Staufener Missbrauchsfall: Versäumnisse der Ämter sind offenkundig

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Mi, 28. Februar 2018 um 20:14 Uhr

Staufen

Hätte der Staufener Missbrauchsfall viel früher beendet werden können? Danach sieht es aus. Gleich mehrere Hinweise an die Behörden wurden ignoriert. Die Gerichte spielen eine zweifelhafte Rolle.

Im Zusammenhang mit dem Staufener Missbrauchsfall hat es bereits 2016 mehrmals Hinweise der Bewährungshelferin gegeben, dass der Hauptverdächtige, der bereits vorbestrafte Sexualtäter Christian L., die gerichtliche Auflage missachtet, sich nicht in der Nähe von Minderjährigen aufzuhalten. Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Geislinger SPD-Landtagsabgeordneten Sascha Binder hervor. Binder sieht Versäumnisse der Führungsaufsicht am Landgericht Freiburg.

Christian L. wird vorgeworfen, zusammen mit der Kindesmutter Berrin T. über Jahre hinweg deren heute neunjährigen Sohn sexuell missbraucht zu haben. Dabei hielt sich der Mann entgegen den Auflagen des Gerichts offenbar vorwiegend in der Staufener Wohnung von Berrin T. auf, obwohl ihm gerichtlich untersagt worden war, mit ihr zusammenzuziehen.
Ein 41 Jahre alter Mann aus der Ortenau ...

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