"Brücken-Lockdown"

Strobl: "Laschet liegt richtig" – Staatsministerium: Beschlüsse umsetzen

dpa

Von dpa

Di, 06. April 2021 um 16:44 Uhr

Südwest

"Schnelles und konsequentes Handeln" sei notwendig, sagt CDU-Bundesvize Strobl; Laschets Brücken-Lockdown sei richtig. Kretschmanns Staatsministerium fordert die Umsetzung bestehender Beschlüsse.

CDU-Bundesvize Thomas Strobl unterstützt die Forderung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) nach einem schnellen und harten "Brücken-Lockdown". "Laschet liegt richtig. Jetzt ist bundesweit schnelles und konsequentes Handeln notwendig", sagte Strobl am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Jeder Tag, an dem nicht gehandelt wird, ist ein verlorener Tag."

"Die Impfungen sind die große Hoffnung." Thomas Strobl
Dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Sieben-Tage-Inzidenz nicht schlecht dastehe, sei der Disziplin und der Vernunft der Menschen zu verdanken. Das dürfe nun nicht verspielt werden.

"Bis die Impfungen in der Breite angekommen sind, braucht es nochmal diesen Kraftakt, um die bisherigen Erfolge in der Pandemiebekämpfung zu sichern", betonte Strobl. "Die Impfungen sind die große Hoffnung - und ein harter Lockdown kann die Brücke sein, die bis dahin trägt."

Strobl sagte, er habe selbst vorletzte Woche einen harten Lockdown gefordert. "Wenn wir mit einer ordentlichen Inzidenz deutlich unter 100 an den Punkt kommen, an dem größere Teile der Bevölkerung geimpft sind, können wir langsam zu einem normaleren Leben zurückkommen."



Der CDU-Bundesvorsitzende Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen sogenannten Brücken-Lockdown zu beschließen – und dafür von allen Seiten umfassende Kritik geerntet. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Konkret solle der Lockdown zwei bis drei Wochen dauern.

Staatsministerium sieht Ähnlichkeit zu MPK-Beschlüssen

Im Staatsministerium von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält man allerdings nicht viel von Laschets Vorstoß. "Was da bisher im Gespräch ist, ähnelt doch sehr der bestehenden Beschlusslage der MPK", teilte eine Sprecherin mit. "Die genannten Instrumente sind in der der Notbremse schon vorgesehen: Ausgangsbeschränkungen, mehr Homeoffice und konsequente Kontaktbeschränkungen. Sie müssen nur umgesetzt und angewendet werden."