Der Bahnlärm ist das große Thema

Michael Haberer

Von Michael Haberer

So, 17. November 2019

Südwest

Der Sonntag Nächste Woche startet die Erörterung zum Neubau der Güterzugtrasse zwischen Riegel und March.

Am Dienstag beginnt im Teninger Ortsteil Nimburg die Erörterung zum Neubau der Güterzugtrasse zwischen Riegel und March. Nachdem bei der Anhörung Anfang 2017 und im Zuge der folgenden Auslegungen zahlreiche Änderungswünsche und Einwände eingegangen sind, werden nun in der Nimberghalle über sechs, vielleicht sieben Tage die Positionen von Bahn, Gemeinden, Behörden, Institutionen und Privatleuten erörtert, um das Anhörungsverfahren abzuschließen.

Wie in allen Etappen des Ausbaus der Rheintalbahn ist auch im Planfeststellungsabschnitt 8.1, der die etwa 11,4 Kilometer lange Bahnstrecke von Riegel bis March umfasst, der Bahnlärm für die Menschen in Riegel, Teningen, Reute, Vörstetten und March das große Thema. Geplant sind Schallschutzwände, Schallschutzgalerien und Schienenstegdämpfer. Östlich der geplanten Strecke sind Schallschutzwände auf Höhe der Ortslagen von Hecklingen, Riegel (Waldsiedlung), Teningen (auch im Bereich Gewerbegebiet Rohrlache), Unter-/Oberreute und Schupfholz geplant. Westlich der Neubaustrecke soll es Schallschutzwände im Bereich von Riegel, Nimburg, Bottingen und Holzhausen geben. Die Wände sollen mit unterschiedlichen Höhen zwischen zwei und sechseinhalb Metern errichtet werden. Schallschutzgalerien sind für die Riegeler Waldsiedlung, für Unter- und Oberreute sowie Holzhausen vorgesehen.

Die Güterverkehrsstrecke ist für eine Leitgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern ausgelegt. Die Trasse verläuft neben der Autobahn. Sie beginnt auf der Ostseite bei Riegel mit einem Abstand von etwa 40 Metern und nähert sich dann bis auf etwa 18,5 Meter an. Die Höhenlage der Neubaustrecke entspricht weitgehend dem Bestand der A5, kann aber im Bereich kreuzender Verkehrswege und Gewässer davon abweichen. Teils wird sie eineinhalb Meter unter der Autobahn und teils zweieinhalb Metern darüber liegen. Gegenüber dem Gelände variiert sie zwischen einer geländenahen Lage bis hin zu einer Dammlage von etwa acht Metern. Die Planung der Deutschen Bahn sieht eine Vielzahl an Überführungen über Oberflächengewässer und querende Straßen und Wege vor. Besonders die Querungen der Autobahnanschlussstellen Riegel und Teningen sowie die Überführung der Kaiserstuhlbahn sind Herausforderungen.

Michael Haberer