Interview mit Winfried Kretschmann

"Ich kämpfe um meine Standorte"

Bärbel Krauß

Von Bärbel Krauß

Do, 20. Oktober 2011

Südwest

BZ-INTERVIEW mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann über die Auswirkungen der Bundeswehrreform im Land.

FREIBURG. Winfried Kretschmann (63) ist der erste Grüne, der als Regierungschef über Bundeswehrkasernen verhandeln muss. Seine Partei hat ein traditionell kritisches Verhältnis zum Militär. Wird sich ihr Vormann für die Standorte im Land einsetzen? Das fragte ihn BZ-Korrespondentin Bärbel Krauß.

BZ: Herr Kretschmann, war es für Sie immer klar, dass Sie sich für den Erhalt der Kasernen einsetzen, oder war es eine Option, die Soldaten abziehen zu lassen?
Kretschmann: Überhaupt nicht, auf so eine Idee wäre ich nie gekommen. Es ist doch so: Die Wehrpflicht ist abgeschafft, die Armee wird verkleinert, und das führt zu Strukturwandel – auch zu Standortschließungen. Ich kenne Thomas de Maizière aus der ersten Föderalismuskommission. Er ist ein klar strukturierter Mensch, der diese Reform nach funktionalen Gesichtspunkten macht. Das ist sein Job. Allerdings hat das strukturell und wirtschaftspolitisch eminente Folgen für die Länder. Allein in Baden-Württemberg ...

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