Blick aufs Kindeswohl

Aus dem ersten Missbrauchsfall in Staufen haben Gerichte offenbar gelernt – und recherchieren selbst

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Fr, 24. Mai 2019 um 09:53 Uhr

Südwest

BZ-Plus Der Missbrauchsfall in Staufen 2017 hat ganz Deutschland erschüttert. Er hat aber auch Jugendämter und Familiengerichte nicht nur in Freiburg zum Nachdenken gebracht. Änderungen wurden versprochen – wurden sie in der Praxis auch eingelöst?

"Ja, es hat sich vieles verändert", sagt Alexander Riedel, der Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe (OLG). Er hatte mit seinen Kollegen vom Amtsgericht und dem Jugendamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald nach dem ersten Staufener Missbrauchsfall Vorschläge formuliert, um gefährdete Kinder künftig besser zu schützen – durch stärkeren Informationsaustausch, durch intensivere Gerichtsverhandlungen. Diese Initiative, verrät Riedel, war innerhalb der Gerichte umstritten. Doch heute gilt das umfangreiche Papier bundesweit als vorbildlich.

2017 hatten die Familienrichter des Amtsgerichts wie des OLG dem Jugendamt nacheinander widersprochen, als es das Kind vor dem damals nur für möglich gehaltenen sexuellem Missbrauch durch den Lebensgefährten seiner Mutter schützen wollte – alle ahnungslos, dass dem Kind unmittelbar nach den ...

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