Nils Schmid: Führungsstärke oder Führungsfurcht?

Bettina Wieselmann

Von Bettina Wieselmann

Mo, 18. Oktober 2010

Südwest

Ein wenig ungläubig steht er im Scheinwerferlicht der Ulmer Donauhalle, lacht verlegen, als der Beifall der 300 Genossen gar nicht aufhören will: Nils Schmid, 37, Hoffnungsträger der baden-württembergischen Sozialdemokratie.

ULM. Diesmal soll er richten, was noch nie in sechs Jahrzehnten Landesgeschichte gelang: Er soll die SPD zur stärksten Regierungsfraktion machen.

Mit 92 Prozent haben sie gerade ihren jungen Landeschef zum Herausforderer von Stefan Mappus für die Landtagswahl am 27. März gewählt. Den Strauß knallroter Gerbera reicht Schmid an seine strahlende Frau Tülay weiter. Selbstverständlich werde er alles tun, um die Erwartungen zu erfüllen. Er will ja selbst daran glauben: Für einen kurzen Moment werden ihm Zukunft und Gegenwart, Vision und gefühlte Realität eins: "Ich freue mich, Euer Ministerpräsident zu sein", sagt der Kandidat.

Tülay Schmid steht schon zum zweiten Mal auf der Bühne. Die türkischstämmige Juristin ...

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