Freiburger Arzt im Interview

Schutz vor Zecken – "Impfen ist der einzig sichere Schutz"

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Mo, 21. Januar 2019 um 19:07 Uhr

Südwest

Die Zahl der durch Zeckenbisse übertragenen FSME-Erkrankungen ist deutlich gestiegen. Baden-Württemberg steht damit bundesweit an der Spitze. Frank Zimmermann sprach darüber mit dem Freiburger Neurologen Sebastian Rauer.

Zeckenbisse können hochgefährlich sein, vor allem wegen der Infektionskrankheit FSME: 2018 wurden in Deutschland – aufgrund der Hitze und weil die Menschen deshalb viel im Freien waren – mehr Fälle denn je gemeldet; Baden-Württemberg liegt bundesweit an der Spitze. Experten raten dringend allen, auch Kindern, zur Impfung – so auch der Neurologe Sebastian Rauer von der Uniklinik Freiburg. Mit ihm sprach Frank Zimmermann.

BZ: Herr Rauer, was sind Ursachen für die bundesweit höchste Zahl an FSME-Erkrankungen im vergangenen Jahr?
Rauer: In erster Linie ist das auf den heißen Sommer 2018 zurückzuführen. Wenn es sehr trocken ist, sind die Zecken nicht so aktiv, sie brauchen eine Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 Prozent, der letzte Sommer war phasenweise wesentlich trockener, was das Risiko eher mindert. Entscheidender ist aber das Freizeitverhalten der Menschen – dass sie in so heißen Sommern viel mehr draußen sind.

BZ: Zecken übertragen verschiedene Arten von Infektionen – die häufigsten sind die Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Welche ist besonders gefährlich?
Rauer: Es gibt Zecken, die beide Erreger in sich haben, und Einzelfallberichte, bei denen beide Krankheiten durch einen Zeckenstich auftreten, aber das ist eine absolute Rarität. Die Borreliose ist viel häufiger, auch die Verbreitungsgebiete ...

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