BZ-Interview

Triberger Bürgermeister: "Ach was. Das ist nicht pornografisch"

Dominik Bloedner

Von Dominik Bloedner

Di, 18. August 2015 um 18:25 Uhr

Südwest

Gallus Strobel, Bürgermeister von Triberg, hat mit einem sexistischen Wandbild seine Gemeinde in die Schlagzeilen gebracht. Im BZ-Interview sprach er über Humor, Respekt und Marketing.

Oben plätschern die berühmten Wasserfälle, unten in der Stadt kaufen Touristen aus China und Spanien Kuckucksuhren. Im Rathaus sitzt Tribergs Bürgermeister Gallus Strobel und raucht Zigarillos. Er ist derzeit ein gefragter Gesprächspartner. Der Schwarzwaldort ist mal wieder in die Schlagzeilen geraten, mal wieder geht es um Sexismus. Dieses Mal nicht wie vor drei Jahren um den "Männerparkplatz", sondern um ein Wandgemälde im Parkhaus. Am Montag ist es teilweise übermalt worden, Strobel findet dies schade.

BZ: Herr Strobel, das Gemälde zeigte eine Frau, die ihre Brüste in den Himmel streckt, die Warzen sind erigiert, die Beine leicht gespreizt, die Haare hängen nach unten. Daneben stand und steht bislang noch "Feuchte Täler, steile Berge – Willkommen in unserem einzigartigen Triberg". Fanden Sie das wirklich lustig?
Strobel: Ja, ich fand das witzig. Das war ja nur als Werbegag gedacht. Ich habe das wohl überlegt, es war keine Schnapsidee.

BZ: Sind Sie nun traurig, dass der Hobby-Künstler Werner Oppelt kalte Füße bekommen hat und sein Werk verändert hat.
Strobel: Ein Stück weit schon.

Eine gute, erfolgreiche Kampagne muss die Herzen bewegen. Gallus Strobel BZ: Wie groß war das Medieninteresse?
Strobel: Riesig. Fernsehsender wie das ZDF, RTL und SWR waren da, Radiosender auch, überregionale Printmedien haben berichtet.

BZ: Selbst die Tribergerin Selina Haas, die die missglückte Werbung für das Ferienland Schwarzwald gemacht und von der Sie die Idee offensichtlich ...

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