Mitreden können am Lörracher Zoll

Ansgar Taschinski

Von Ansgar Taschinski

Mo, 13. Mai 2019

Lörrach

Am "Tag der Städtebauförderung" lud der IBA-Container ein und einige Leute kamen.

LÖRRACH. Trotz des stürmischen Wetters wurde am Samstag der "Tag der Städtebauförderung" am Container der Internationalen Bauausstellung (IBA) am Lörracher Zoll gefeiert. Interessierte hatten die Möglichkeit, sich über das IBA-Projekt zu informieren, die Zollkapelle Freiburg spielte und es gab allerlei Streetfood.

Anlässlich des Tags des Städtebaus des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetags und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds stellten am Samstag alle Kommunen ihre mit Mitteln der Städtebauförderung geplanten Projekte vor. Darunter auch das Lörracher IBA- Projekt "Am Zoll Lörrach/Riehen". Bereits von weitem leuchteten der strahlend pinkfarbene Teppich und rote IBA-Container im Kontrast zum dunkelgrauen Himmel, um die bunte Fähnchen im Wind flatterten.

Wenige Meter weiter gab es allerlei Streetfood. Mit windfesten Notenblättern spielte zudem die Zollkapelle Freiburg unter Leitung von Otto Hildebrand und präsentierte sich dabei zugleich erstmals in ihren neuen Uniformen. Oberbürgermeister Jörg Lutz begrüßte die Gäste, darunter zahlreiche Vertreter der Verwaltung und Organisatoren. Er sei äußerst froh, dass der Bund das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung unterstütze, so Lutz. Gemeinsam mit der Gemeinde Riehen freue er sich darauf, was im Rahmen der IBA in den kommenden Jahren präsentiert werden könne.

Das Projekt am Zoll sei ein ganz spannender Anfang, so Lutz. Gemeinsam gelte es nun zu überlegen, wie man den Straßenraum wieder als Lebensraum nutzen könne, etwa mit Bäumen, Fahrradwegen und Cafés. So könne man die Basler Straße wieder als Lebensraum und Straße zugleich zurückgewinnen. Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic erinnerte noch einmal daran, dass der Container noch bis Ende Mai offen sei. Man wolle mit den Menschen ins Gespräch kommen und Anregungen für die Planung mitnehmen, sagte sie. Die IBA sei eine "Chancenmachmaschine", mit der man neue Wege gehen könne.

Auch wenn an diesem Tag die Menschen nicht in Massen kamen – es sei doch immer wichtig, mit den Menschen ins Gesprächen zu kommen, mit Passanten, Anwohnern und auch den Geschäftstreibenden rund um den Zoll, fand Michael Klatz vom Fachbereich Stadtentwicklung und Stadtplanung. Das Interesse an dem Projekt sei beachtlich. Bislang seien die Rückmeldungen auch überwiegend positiv. Natürlich gebe es auch Gegenstimmen von Leuten, die wollen, dass alles so bleibe, wie es ist.

Für ihn sei es beim Stadtraum wie mit Kleidung, erklärte Michael Klatz. Nach ein paar Jahren müsse man schauen, ob das Bestehende noch in die aktuelle Zeit passe. So sei die Basler Straße derzeit sehr von Autos geprägt. Wichtig sei es aber vor allem, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Selbst wenn man nicht einer Meinung sei, so sei es doch wichtig, miteinander zu reden und sich dem Blickwinkel des anderen zu öffnen. Zudem bitte man die Passanten auch, einen Fragebogen auszufüllen. Diesen habe man zudem den Anwohnerinnen und Anwohnern in den Briefkasten gelegt. Auch online kann man seine Meinung kundtun.

Es sei sehr schön, dass auch mal am Stadtrand und nicht nur in der Innenstadt etwas passiere, sagte Margarethe Doster, die in der Nähe wohnt. Sie würde sich wünschen, dass es in Zukunft mehr Sitzgelegenheiten für ältere Menschen gebe. Für sie war es wichtig, dass es im öffentlichen Raum sowohl ausreichend Angebote für Kinder, als auch für Senioren gebe.

Zur Umfrage zur Umgestaltung des Straßenraums am Lörracher Zoll kommen Sie über http://www.loerrach.de/umfrage