Das Unrecht ansprechen

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Di, 03. Februar 2015

Teningen

Ergänzungstafel zu Emil Tscheulin eingeweiht: "Nicht Steine werfen, aber Stein des Anstoßes sein".

TENINGEN. Schwarz – weiß, gut – böse. Simple Grenzziehungen verbieten sich, betont Ulrich Schmidt anlässlich der Aufhängung der Ergänzungstafel zur Gedenktafel an Emil Tscheulin an der Köndringer Kirche, die 1954 dort angebracht worden war. Dennoch "muss Unrecht Unrecht genannt, offen an- und ausgesprochen werden", so der Schuldekan am Sonntag. Daran entscheide sich ein Stück weit Redlichkeit und ob eine Gesellschaft eine humane ist und bleibt.

Schmidt betont die Zerrissenheit angesichts des Unrechts von nahestehenden Menschen. "Bedeutet die Offenlegung des Unrechts auch ein Verwerfen der Person?" Die beiden Tafeln nebeneinander zögen den Betrachter in die Komplexität der Geschichte hinein. Wertschätzung und Unrecht bei ein und demselben Menschen, Emil Tscheulin sei da nicht allein sondern stehe exemplarisch für viele.

Das Ganze an den Mauern einer evangelischen Kirche, das sei kein Zufall. ...

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