Studie über Tscheulin wird abgelehnt

Marius Alexander

Von Marius Alexander

Sa, 28. Juli 2012

Teningen

Die Entscheidung des Gemeinderats ignoriert die Bemühungen, die in ein Konsortium mit Beteiligung der Familie mündeten.

TENINGEN. In seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung ist die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder nicht dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, die Geschichte um den Fabrikanten Emil Tscheulin wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen. "Knapp", so sagt Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker, sei die Entscheidung gegen ein derartiges Vorhaben ausgefallen, obwohl es ihm zuvor gelungen sei, ein "Konsortium" aus Vertretern der Familie, der Firma, der Köndringer evangelischen Kirchengemeinde, der Gemeinde und der Universität Freiburg dafür zu gewinnen.

Die Ablehnung kam, wie Hagenacker erläutert, wie aus heiterem Himmel. Denn eigentlich habe er geglaubt, dass die Grundsatzfrage, ob das Leben und Wirken von Tscheulin wissenschaftlich beleuchtet werden soll, längst positiv beantwortet sei. Schließlich habe der Gemeinderat dafür einen Ausgabetitel in Höhe von 5000 Euro im aktuellen Haushaltsplan verankert.

Für den Bürgermeister schien alles in trockenen Tüchern. Nach mehreren Gesprächsrunden mit den möglichen Mitgliedern der Gruppe, die − mit sehr unterschiedlicher Intensität − das Vorhaben (mit Ausnahme der Kirchengemeinde auch finanziell) mitgetragen hätten und der erfolgreichen Kontaktaufnahme mit dem Historischen Seminar der Uni Freiburg, glaubte Hagenacker wohl, es brauche nur noch eine Formalie.

Die Motive der Gegner bleiben äußerst vage
Doch der Fahrplan des Bürgermeisters geriet völlig durcheinander. Auf welchem Gleis nun der Zug zum Stillstand gekommen ist und ob er überhaupt in der Lage sein wird, wieder Fahrt ...

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