Tennis

Miguel Valenzuela von der TSG Lahr/Emmendingen: "Schade, dass nicht mehr Teams gemeldet haben"

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Mo, 29. Juni 2020 um 11:35 Uhr

Tennis

Tennis-Oberligist TSG Lahr/Emmendingen hat am Bodensee das erste Saisonspiel mit 7:2 gewonnen. Danach hat sich Uwe Schwerer mit Teamkapitän Miguel Valenzuela unterhalten.

BZ: Viele sind froh, dass sie spielen dürfen, auch wenn die Runde einen sportlich überschaubaren Wert hat. Sie auch?
Valenzuela: Ja, natürlich, wir sind alle froh, dass wir die Gelegenheit bekommen haben, diese Runde zu spielen. Allerdings hatten wir gehofft, dass sich mehr als nur diese drei Mannschaften doch noch dazu entschließen, die Saisonspiele dann auch zu bestreiten. Jetzt haben wir leider nur zwei Partien mit der Mannschaft. Aber es ist gut, dass die Runde ausgetragen wird, denn immerhin wissen wir jetzt, wofür wir trainieren, es gibt da ein konkretes Ziel.
BZ: Nehmen Sie die Partien ernst, gehen Sie sie mit dem gleichen Ehrgeiz an wie sonst auch?
Valenzuela: Heute auf jeden Fall. Es war alles von Anfang an umkämpft, es hat keiner gesagt, er schenkt sein Spiel ab. Jeder hat gezeigt, dass er gewinnen will. Das gilt für die Überlinger genau so. Sie haben Ehrgeiz gezeigt. Deshalb haben sich auch enge Partien entwickelt.
BZ: Wie stark war der Gegner aufgestellt?
Valenzuela: Beide Mannschaften haben ohne Ausländer gespielt. Die Überlinger verfügen vorne über gute deutsche Spieler, die Ausländer haben dort meist in der Mitte gespielt. Und deren Fehlen hat sich heute bemerkbar gemacht.
BZ: Sie haben wie nun ein neues Teamgefüge, mit Spielern, die an den Positionen nun etwas weiter nach vorne rücken. Ist das auch eine Chance?
Valenzuela: Das ist tatsächlich so. Wir haben einen breiten Kader, mit zahlreichen jungen Spielern, die immer nachrücken können. Daniel Bender musste heute absagen, aber wir konnten ihn immer noch gut ersetzen.
BZ: Wie haben Sie die erste Phase der Pandemie erlebt und überstanden?
Valenzuela: Natürlich hat etwas gefehlt. Nicht nur für uns als Spieler. Einige sind ja auch als Trainer tätig. Umso schöner ist es jetzt für uns, wieder auf dem Platz zu stehen. Und die Lockerungen werden nun immer mehr ausgeweitet
BZ: Viele sagen, die Corona-Krise gebe die Chance innezuhalten, nachzudenken und danach einiges anders zu machen. Was denken Sie?
Valenzuela: Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute auch nach dem Ende der Krise immer noch mit Mundschutz einkaufen gehen, auch wenn es nicht mehr verpflichtend ist. Im Sport aber werden viele versuchen, so schnell wie möglich, wieder an die alten Regeln und Abläufe anzuknüpfen.

TC Überlingen – TSG Lahr/Emmendingen 2:7. Steinmann – Mack 4:6, 7:5, 8:10; Brugger – Valenzuela 4:6, 4:6; Jäger – Huck 1:6, 0:6; Brox – Kiesenhofer 6:2, 2:6, 6:10; Faißt – Trenkle 7:5, 7:5; Gläser – Gaess 5:7, 6:3, 9:11; Steinmann/Jäger – Valenzuela/Huck 2:6, 2:6; Brugger/Brox – Mack/Trenkle 6:4, 6:2; Faißt/Gläser – Kiesenhofer/Faißt 1:6, 4:6.