Straßburg

Weltverbesserungstext im Gouvernantenton

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 25. September 2017 um 00:00 Uhr

Theater

BZ-Plus Hinter Philippe Manourys und Elfriede Jelineks "Kein Licht." an der Straßburger Oper verbirgt sich die Attitüde des gelangweilten Intellektuellen. Ein launiger Verriss.

"Gibt es Opern mit Hunden?" Die Dame in Loriots berühmtem TV-Sketch "An der Opernkasse" wäre (vordergründig) erfreut gewesen. Mittlerweile ja. Er, beziehungsweise sie hat sogar einen Namen: Cheeky, die allerliebst aussehende Parson Russell Terrierdame jault (unter Anleitung ihres Frauchens Karina Lapreye) ganz herzergreifend in Philippe Manourys "Kein Licht." Zu Beginn und dann nochmals später – eine bühnenreife Performance. Das Hundebellen am Ende des gut zweistündigen "Thinkspiels" (Achtung: Wortspiel) über die atomare Katastrophe im japanischen Fukushima ist dann "künstlich", jedenfalls steht es so im Libretto.

Aber da zu diesem Zeitpunkt der Zuschauer ohnedies aus der Perspektive des Weltalls auf die Bühne (und eine zerstörte Welt) blickt und die ...

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