Fanatismus ist überall

Georg Rudiger

Von Georg Rudiger

Di, 12. Januar 2016

Theater

Peter Konwitschny inszeniert Fromental Halévys Oper "Die Jüdin" in Mannheim als Parabel über Machtmissbrauch und Ausgrenzung.

Gerade hat man noch im Programmheft geblättert – dann wird es schlagartig dunkel im Mannheimer Nationaltheater. Gewaltige Orgelklänge eröffnen Fromental Halévys fünfaktige Oper "La Juive" (Die Jüdin). Der Chor singt ein lautstarkes Te Deum. Ganz am Ende, als Astrid Kessler als Rachel im weißen Brautkleid die Stufen zu ihrer Exekution hinaufsteigt und das fanatisierte Volk "Oui c’en est fait et des Juifs nous nous sommes vengés" – es ist vollbracht und wir haben uns an den Juden gerächt – brüllt, wird wieder das Licht ausgeknipst.

Und die plötzliche Dunkelheit verstärkt die Wirkung des grausamen, unversöhnlichen Schlusses. Dazwischen liegen dreieinhalb ...

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