Oper

Mozarts "Don Giovanni" in Straßburg: Ein Scheusal wird besichtigt

Alexander Dick

Von Alexander Dick

So, 16. Juni 2019 um 19:22 Uhr

Theater

BZ-Plus Nach dem umstrittenen Freiburger "Don Giovanni" legt die Elsässische Rheinoper nun mit einer neuen Produktion nach. Marie-Eve Signeyrole inszeniert Mozarts Oper – kongenial ins Moderne gewendet.

Auf der Freiterrasse des Theatercafés sitzen ein paar von den Verflossenen – Verlassenen. Flankiert von den Objekten, die sie an die intimen Momente mit ihm, dem Scheusal, erinnern: Kino- und Autositze, ein Zweiertischchen aus dem Bistro. Oder die Badewanne. Was sie über Don Giovanni berichten – es fällt wohl nicht sehr freundlich aus. Sind sie doch alle mehr oder minder nur Nummern in seinem Leben: in Spanien, wie wir aus Leporellos Registerarie wissen, verzeichnet die penible Buchhaltung in Sachen Eroberung die stolze Zahl Milletre – 1003.

Drinnen, auf der Bühne der Straßburger Oper, darf sie, die 1003, auf die Mitte der Bühne, auf ein Podest mit zwei Stühlen, wie in einer Talkshow. Bis zur Ouvertüre hat man Zeit, sich von der Aufstellung ein Bild zu machen. Damen und Herren Zuschauer rechts und links auf der Bühne, in der Mitte hinten ein langer ...

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