Oper

"Otello" in Freiburg: Der Mohr, der immer schwärzer wird

Heinz W. Koch

Von Heinz W. Koch

Mo, 18. April 2011

Theater

Ein starker Opernabend in Freiburg: Verdis „Otello“, inszeniert von Eva-Maria Höckmayr.

"Esultate!" Jubelt!, ruft Otello der Masse zu. Der Hochmut der Muselmanen, frohlockt der Statthalter Venedigs auf Zypern, liege auf dem Meeresboden begraben. Einen triumphaleren Auftritt hat kaum ein zweiter Opernheld. 13 Tenortakte, die wirken, als steige ihr Sänger aus der Menge empor, als werde er in die Luft gehoben. 13 Takte Giuseppe Verdis, die sieghaft hervorzuschleudern sind. Jetzt, in Freiburg, gelingt das dem hochaufgeschossenen Mexikaner Luis Chapa aufregend gut. Eine ungewöhnlich helle Otello-Stimme, die gleichwohl die so wichtigen tiefen Lagen souverän beherrscht. Auf jeden Fall: ein Heldentenor reinsten Wassers, einer, der von seiner lyrisch-italienischen Herkunft profitiert, schwindelfrei bis ganz oben, auch einer, der sich in den expressiv genutzten Piano-Bezirken zu bewegen, den Niedergang des Mohren als ...

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