Zurecht selten gespielt: „Preparadise Sorry Now“ am Theater Freiburg

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Mo, 25. März 2013

Theater

Einen Debattenbeitrag zur rechtsextremen Gewalt in Deutschland kann weder das Stück noch dessen merkwürdige Inszenierung leisten.

Ian Brady und Myra Hinley sind das Horrorpaar der britischen Kriminalgeschichte. Zwischen 1963 und 1965 folterten, missbrauchten und töteten sie sieben Kinder und Jugendliche. Der hochbegabte und hochpathologische Ian Brady hatte schon mit 13 Hitlers "Mein Kampf" gelesen, Nietzsche und Dostojewski, später kam de Sades "Justine" dazu. Daraus braute sich der selbst ernannte "Führer" – dem seine Geliebte "Hessie" (nach Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß) bedingungslos folgte – eine Herrenmenschideologie zusammen, die er an den wehrlosen Opfern kalt exekutierte.

Der deutsche Dramatiker und Filmregisseur Rainer Werner Fassbinder nahm den Fall in seinem 1969 entstandenen Stück "Preparadise Sorry Now" auf und band ihn zusammen mit Szenen aus dem alltäglichen (bayerisch eingefärbten) Faschismus und Anspielungen auf die ...

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