Therapien für Autisten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 09. Januar 2021

Gesundheit & Ernährung

Probanden für Studie gesucht.

Unter Federführung des Universitätsklinikums Freiburg und der Humboldt-Universität (HU) Berlin startet eine Studie zur Psychotherapie bei Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störungen, wie die Uniklinik Freiburg mitteilt. Es sei die weltweit größte Studie diese Art, heißt es in der Mitteilung weiter.

Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) seien in der Bevölkerung ähnlich häufig wie Essstörungen, Zwangsstörungen oder Persönlichkeitsstörungen. Trotzdem gebe es bisher für betroffene Erwachsene keine geprüften Therapien, um etwa die gestörte soziale Interaktion zu behandeln. "Die Studie bietet erstmals die Möglichkeit, eine nachweislich wirksame Therapie etablieren und anbieten zu können. Das wäre für die Betroffenen ein echter Meilenstein", sagt Ludger Tebartz van Elst, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg, der die Studie in Freiburg leitet.

In der klinischen Phase-III-Studie soll die Wirksamkeit einer an der Uniklinik Freiburg entwickelten Gruppenpsychotherapie (Faster) und eines an der HU Berlin entwickelten Internettrainings der sozialen Kompetenz (Scott) bei insgesamt 360 Erwachsenen überprüft werden. Beide Therapieformen werden mit einer Kontrollgruppe verglichen. Im Rahmen dieser Studien kann erwachsenen Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung an den sechs Studienstandorten eine kostenfreie Psychotherapie angeboten werden.

Interessierte können sich hier informieren: http://mehr.bz/fasterscott-studie