BZ-Interview mit dem Windkraft-Aktivisten Wener Roos

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Sa, 11. Juni 2016

Titisee-Neustadt

"Viele Bürger fühlen sich bedroht"

TITISEE-NEUSTADT. Mit der Koalitionsvereinbarung der Landesregierung zur Abstandsregelung bei Windkraftanlagen ist das Thema Windkraft wieder aufgefrischt. Gleichzeitig haben sich die Gegner von Windkraftanlagen (WKA) deutlich zu Wort gemeldet. Peter Stellmach fragte Werner Roos, einen der Aktivisten im Hochschwarzwald.

BZ: Herr Roos, 2600 Einwendungen gegen die Windkraftstandorte Fehrn, Glasberg und Wintersberg liegen aus der Offenlage der Pläne vor, hätten Sie damit gerechnet? Oder ist das auf den Einsatz der Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwalds zurückzuführen?
Roos: Wir haben jedenfalls viele Bürger motiviert, ihre Meinung zu äußern. Mitglieder der Bürgerinitiative aus Neustadt und den Tälern haben Haustürgespräche geführt und in vielfältigen Formen Argumente ausgetauscht. Unser klarer Eindruck ist, dass die Mehrheit der Bürger WKA im Hochschwarzwald ablehnt.

BZ: Was zeigen diese Stellungnahmen aus Ihrer Sicht?
Roos: Dass sich viele Bürger bedroht fühlen. Erstens wegen der Verschandelung ihrer Heimatlandschaft, der Gefährdung geschützter Tiere und der massiven Beeinträchtigung von Tourismus, Erholung und Sport. Zweitens wegen der Gesundheitsgefährdung durch den von WKA erzeugten Infraschall. Drittens, weil Windenergie wegen ihrer extremen Schwankungen und des Fehlens realistischer Speichermöglichkeiten keine Grundversorgung leisten kann. Deshalb ist sie diese Opfer nicht wert.

BZ: Die Koalitionsvereinbarung soll es den Planungsträgern, hier dem Planungsverband Hochschwarzwald, ermöglichen, die Abstände zur Wohnbebauung auf 1000 und mehr Meter auszuweiten. Haben Sie dieses Maß schon von Ihrem Haus an der Fehrn ...

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