Vorfall

Todtnau-Geschwend: Riesen-Felsbrocken donnert in Garageneinfahrt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 08. März 2019 um 16:00 Uhr

Todtnau

Es hörte sich wie ein Erdbeben an: In Todtnau-Geschwend ist ein riesiger Fels – so groß wie ein Kleinwagen – vom Hang abgerutscht. Die Bewohner dreier Häuser wurden zwischenzeitlich evakuiert. Geologen haben mittlerweile Entwarnung geben.

In Geschwend ist ein riesiger Fels – etwa so groß wie ein Kleinwagen – am Donnerstagabend gegen 19 Uhr vom Hang abgerutscht. Bewohner dreier Häuser mussten evakuiert werden. Am Freitagnachmittag durften sie wieder in ihre Häuser zurück, als Geologen sichergestellt hatten, dass mit keinen weiteren Felsabgängen zu rechnen ist.

Es wackelte in der Küche

Edmund von dem Busche, Bewohner des Hauses, wo der Fels gelandet ist, zeigt die Schneise der Verwüstung, die dieser hinter sich gelassen hat. Von sehr weit oben vom Hang ging die "Reise" los, auf dem einen Grundstück zerstörte er einen fest verankerten Pavillon sowie einen Steingrill und über einen Erdwall bog er ab und rollte weiter zum Nachbargrundstück in den Hof der Gisibodenstraße 29, direkt vor die Garage. "Das hat sich angehört wie ein Erdbeben", sagt Bewohnerin Karin Spitz, die zu dem Zeitpunkt gerade in der Küche stand, wo alles wackelte. Ihr Sohn sei auf dem Balkon gewesen und rief: "Da rollt etwas vom Hang ab." Von der Busche hat dann die Feuerwehr angerufen, die auch gleich angerückt kam.

Eine Schneise der Verwüstung

Mit Feuerwehrleiter und Beleuchtung untersuchten sie den Hang. Geologen aus Ihringen kamen ebenfalls, untersuchten noch bis tief in die Nacht den Hang und hätten sich im Dunkeln sogar verlaufen, so von der Busche. Die Nacht von Donnerstag auf Freitag verbrachten die Bewohner von Haus 29 sowie den zwei weiteren oberhalb liegenden benachbarten Häusern auswärts.

Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Stadt am Freitagmittag appellierte Bürgermeister Andreas Wießner an die Bewohner, ihre Häuser vorerst nicht zu betreten und sicherte von Seiten der Stadt seine Unterstützung zu. "Bei diesem großen Felsen war es ein Glück, dass er abgleitet wurde und man kann froh sein, dass nur Sachschaden entstanden ist", sagte Ortsvorsteher Alfred Zielinski.

Weitere Maßnahmen in der nächsten Woche

Am Freitagnachmittag gab es dann Entwarnung: Mit weiteren Felsabgängen sei nicht zu rechnen. Laut Polizei konnten die evakuierten Bewohner wieder in ihre Häuser zurück. Dessen ungeachtet bestünde an dem Hang eine grundsätzliche Steinschlag- und Felssturzgefahr, so die Einschätzung der Geologen des Regierungspräsidiums Freiburg. Nächste Woche sollen deshalb weitere Absprachen erfolgen, um das weitere Vorgehen zu koordinieren.

Die Feuerwehr Todtnau war am Donnerstagabend mit vier Fahrzeugen und 25 Mann angerückt, auch war neben der Polizei das DRK mit einem Fahrzeug und drei Personen vor Ort.