"Bieten sichere Ausbildung"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 13. Oktober 2020

Beruf & Karriere

BZ-Interview mit Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer Freiburg.

Die Corona-Krise hat auch den Ausbildungsmarkt fest im Griff. So haben die künftigen Schulabgänger viele offene Fragen. Im Interview mit BZ-Mitarbeiterin Anita Fertl steht Johannes Ullrich von der Handwerkskammer Freiburg Rede und Antwort.

BZ: Warum sollte ein angehender Azubi die Job-Start-Börse besuchen?
Ullrich: Die Job-Start-Börsen haben sich als wichtige Plattform bewährt, junge Menschen bei der Berufswahl zu unterstützen. Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrkräfte haben hier die Möglichkeit, Handwerksberufe kennenzulernen und sich zu informieren, welche Ausbildungsangebote es in der Region gibt. Job-Start-Börsen tragen entscheidend dazu bei, dass ausbildende Betriebe und passende qualifizierte Bewerber zusammenfinden.

BZ:
Im aktuellen Ausbildungsjahr kamen aufgrund der Pandemie weniger Ausbildungsverträge zustande. Haben die Betriebe weniger eingestellt oder gab es weniger Ausbildungswillige?
Ullrich: In den ersten Monaten der Krise zeichnete sich ein drastischer Einbruch der Auszubildendenzahlen ab. Letztlich mussten wir im Kammerbezirk Freiburg zum 31. August mit 2150 neu eingetragenen Ausbildungsverträgen nur einen Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Die Ursachen für das Minus liegen auf der Hand. Die Unsicherheiten in den vergangenen Wochen und Monaten waren sowohl bei den Jugendlichen und deren Eltern als auch bei den Betrieben und Institutionen groß.

BZ: Wie ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt, müssen sich auch die künftigen Schulabgänger Sorgen machen?
Ullrich: Bereits seit den ersten Lockerungen fahren auch die Gewerke, die besonders von der Krise betroffen waren, wieder hoch. Auch die überbetriebliche Ausbildung in der Gewerbe-Akademie der Handwerkskammer kann seit einiger Zeit wieder stattfinden, allerdings bislang noch mit einigen Auflagen. Wir sind davon überzeugt, mit der weiteren Normalisierung der Lage werden