Kreisliga

TuS Binzen will mittelfristig in die Bezirksliga

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Di, 23. Februar 2021 um 23:15 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Vor zwei Jahren spielte der TuS Binzen noch in der B-Klasse. Doch sukzessive legt der aktuelle A-Kreisligist die Basis für eine erfolgreiche Zukunft. Die soll mittelfristig in der Bezirksliga liegen.

Ein Jahr Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf den Amateursport könnten für die Fußballer des TuS Binzen nicht unterschiedlicher ausfallen. Trotz der seit Monaten andauernden Perspektivlosigkeit, die die aktuelle Saisonunterbrechung mit sich bringt, können die Verantwortlichen beim TuS dank guter Strukturen auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen.

Acht Monate sind vergangen, da bewahrte der Abbruch der Saison 2019/20 den damaligen Aufsteiger vor einer Rückrunde, in der es wohl einzig um den Verbleib in der Kreisliga A West gegangen wäre. Mit 15 Punkten nach 16 Spielen gehörte die Mannschaft von Trainer Karl-Frieder Sütterlin zum Kreis der vom Abstieg bedrohten Vereine. Inzwischen hat sich die sportliche Situation grundlegend verändert. Mit dem 3:2-Sieg gegen den direkten Konkurrenten FC Huttingen sicherte sich der TuS am 25. Oktober eine hervorragende Ausgangsposition im Aufstiegsrennen. In neun Partien sammelte Binzen 19 Punkte und schob sich – mit einem Nachholspiel in der Hinterhand – bis auf einen Zähler an Primus TuS Lörrach-Stetten heran. Dabei blieb es bis heute.

Doch auch die erneute Unterbrechung der Saison führte nicht dazu, dass man sich in Binzen aus dem Konzept bringen lässt. "Obwohl es eine schwierige Zeit ist, um etwas zu planen, ist es uns nach den Zusagen der Trainerteams der ersten und zweiten Mannschaft gelungen, sämtliche Spieler von einem Verbleib zu überzeugen", sagt Matthias Tschöp, der sportliche Leiter. Seitdem der 46-Jährige beim TuS in der Verantwortung steht, "haben wir sukzessive etwas aufgebaut, sodass wir in zwei, drei Jahren in der Bezirksliga vertreten sein wollen".

TuS Binzen will auch mit der Jugend weiter nach oben

Monopolstellung genießen die Binzener mit dieser Zielsetzung zwar nicht, allerdings erscheinen die äußeren Bedingungen geradezu prädestiniert, um als Gesamtverein den nächsten Schritt zu machen. Seit der Eröffnung des neuen Sportareals im Jahr 2019 verfügt der TuS neben einem Kunstrasenplatz auch über eine "herrliche Wiese", wie Karl-Frieder Sütterlin den heimischen Rasenplatz gerne bezeichnet. Zudem spielen ab der C-Jugend alle Juniorenteams in der Bezirksliga, "wobei auch hier das Ziel ist, weiter nach oben zu kommen", sagt Tschöp, der weiß: "Du kannst dir das Talent nicht in der Apotheke kaufen. Die Basis für eine leistungsorientiertere Ausbildung ist geschaffen, aber wir brauchen auch noch Zeit, um diesen Prozess zu verinnerlichen."

Damit die Jugendspieler nicht nur gut ausgebildet werden, sondern auch im Aktivenbereich die Möglichkeit auf ausreichend Spielzeit erhalten, wurde zudem die Rolle des Reserveteams neu definiert. "Das ist eine Art Sprungbrett für die Jungs, die nicht sofort den Anschluss zur ersten Mannschaft herstellen können. Hier geben wir ihnen die Zeit und die Chance, sich über gute Leistungen zu empfehlen", verspricht Tschöp.

Das sportliche Konzept des TuS Binzen scheint auch in Zeiten einer Pandemie widerstandsfähig zu sein und könnte – wenn auch aktuell eher unwahrscheinlich – schon bald erste Früchte tragen. "Wir sind überraschend gut in die Saison gestartet. Wenn die Runde fortgesetzt werden sollte, hätten wir sieben Endspiele vor der Brust und wären für jeden Ausgang offen", so der sportliche Leiter.