Ungewöhnlicher Frühling

Helmut Kohler

Von Helmut Kohler

Mi, 05. Juni 2019

Schwörstadt

Die drei Frühlingsmonate boten einiges an Abwechslung.

SCHWÖRSTADT (kor). Für viele war der meteorologische Frühling 2019 nass und kalt. In der Realität war er aber zu warm, zu trocken und zu sonnig. Gegenüber der Norm von 1981 bis 2010 war der 31,5 Stunden zu sonnige meteorologische Frühling 2019 trotz eines rekordkalten Monats Mai noch 0,3°C zu warm und mit 257 l/m² ganze 33 l/m² zu trocken.

Der März war bereits der zwölfte zu warme Monat in Folge. Mit einer feuchten ersten Halbzeit und einer sehr trockenen zweiten Monatshälfte war der erste 2,4°C zu warme Frühlingsmonat 6,2 l/m² zu trocken und 43,20 Stunden zu sonnig. Neben einer Rekord-Schneehöhe brachte der April auch sommerliche Wärme: Der 10,5 Stunden zu sonnige April war gegenüber der langjährigen Norm mit einer positiven Temperaturabweichung von 0,7°C der 13. zu warme Monat in Folge. Laut Deutschem Wetterdienst gab es bundesweit seit 1881 noch nie 13 zu warme Monate in Folge. Zum Wohle der Vegetation gab es an der Station B einen Niederschlagsüberschuss von 9,6 l/m². Ohne einen einzigen Sommertag (ab 25°C Norm 4,7 Tage) stand der 2,1°C zu kalte Mai im starken Kontrast zum sehr warmen Mai 2018. Mit 88,4 l/m² fiel nur 78 Prozent des normalen Mai-Niederschlages und die Sonne schien an 201,55 Stunden 7,5 Stunden unter dem Maisoll.