Minus 13 im Duell der Club-Programme

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Do, 10. Oktober 2019

USC Eisvögel

Freiburgs Basketballerinnen verlieren in Keltern 70:83.

KELTERN/FREIBURG. Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen haben die erste Niederlage in der Saison 2019/20 hinnehmen müssen. Erwartungsgemäß. Die Mannschaft der Trainerinnen Hanna Ballhaus und Isabel Fernandez unterlag am Mittwochabend in Keltern, beim Meister der Saison 2017/18, mit 70:83 (16:24, 13:18, 23:23, 18:18). Am Sonntag (16 Uhr) geht’s für die Eisvögel aus dem Breisgau weiter, erneut auswärts, in Hannover.

Die Duelle des USC Freiburg mit dem Team aus Keltern (bei Pforzheim) sind immer besondere. Denn es treffen zwei Club-Programme aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite die Eisvögel, die stolz darauf sind, viele deutsche Nachwuchsspielerinnen zu entwickeln und sich hierdurch als einer der Vorreiter des deutschen Mädchen- und Frauenbasketballs sehen. Auf der anderen Seite Keltern, das dank finanzkräftiger Unterstützung eines Unternehmens die Liga seit dem Aufstieg rockt. Aber Kelterns Vereinsführung ist auch rigoros gegen Selbstbeschränkungen der Liga vorgegangen, die deutschen Akteurinnen viel Spielzeit bescheren sollten. In dieser Saison besteht der Keltener Kader aus zwölf Spielerinnen – darunter ist keine einzige deutsche Basketballerin.

So konnte es auch nicht verwundern, dass das Freiburger Team, das zu drei Vierteln aus deutschen Halbprofis besteht, der klare Außenseiter war. Dieser Rolle wurde der USC auch gerecht. Das lag nach gutem Start vor allem an zu vielen Fehlern. Die wurden insbesondere im Spielaufbau, im Abschluss und in der Verteidigung begangen (23:42 Rebounds). Somit hatte der Meister der Vorsaison vor allem im zweiten Viertel öfter die Chance, per Schnellangriff zu einfachen Korblegerpunkten zu gelangen. Der 42:29-Stand zur Pause war die Folge. Die Gastgeberinnen kamen auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr in Gefahr, das Spiel noch zu verlieren. Aber minus 13 Punkte sind für die Eisvögel bei einem Profi-Team und Titel-Favorit gar nicht so schlecht.

Der USC Freiburg spielte mit: Breen 13 Punkte/ davon 3 Dreier, Fuehring 19/2, Genco 8/2, Hart 12, Kambach, Kapitza 2, Kranzhöfer 6, P. Mayer, Nufer, L. Ouedraogo 2, Rodefeld 8/1, Wieczorek.