Viel schlimmer als die Corona-Krise

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Do, 16. April 2020

Wehr

GEBÄUDE UND IHRE GESCHICHTE (5): Die Ackerrainkapelle in Wehr erinnert an die schweren Zeiten, die die Vorfahren durchlebten.

WEHR. Das Kleinod liegt an verstecktem Ort. Einfamilienhäuser säumen die Straße. Osterglocken und Tulpen blühen in den Vorgärten. Ein paar Kinder spielen Fußball auf einem Parkplatz. Zwischen den Häusern, etwas erhöht gelegen, steht die kleine Ackerrainkapelle. Das Sandsteinportal trägt eine markante Zahl: 1648 – das Jahr, in dem der Dreißigjährige Krieg mit dem Westfälischen Frieden zu Ende ging. Auch in Wehr, das wie so viele Städte und Dörfer in Europa die Mehrheit seiner Bevölkerung durch Kämpfe und Pest verlor.

Pfarrer Matthias Kirner kommt angeradelt, schließt die massive Holztür zur Ackerrainkapelle auf, die der Jungfrau Maria geweiht ist: Das Licht der Fenster lässt den mit viel Blattgold verzierten Barock-Altar erstrahlen. Er zeigt in der Mitte Maria und das Jesus Kind. Zur Rechten steht Anna, die Großmutter Jesus’, zur Linken Johannes der Täufer. Die katholischen Gläubigen ließen die Kapelle zum Dank dafür errichten, dass sie die Kriegswirren und die Pest ...

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