"Viele Investitionen stehen an"

Ralf Morys

Von Ralf Morys

Do, 11. Juli 2019

Feldberg

Bürgermeister Johannes Albrecht verpflichtet neuen Gemeinderat und spricht erste Projekte an.

FELDBERG (rys). Der neugewählte Gemeinderat, der die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten fünf Jahren bis 2024 maßgeblich bestimmen wird, ist verpflichtet. Bürgermeister Johannes Albrecht sprach vor der eigentlichen Verpflichtung einige Projekte stichwortartig an. Er dankte den zwei Frauen und acht Männern, dass sie bereit sind in dieses Ehrenamt ihre Zeit und Kraft zu stecken – zum Wohl der Bürger. Stets müsse dabei auch das Wohl der Gemeinde im Mittelpunkt stehen.

Vor Entscheidungen von großer Tragweite, gelte es Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken sowie Stärken und Schwächen abzuwägen, so Albrecht. Eine transparente Arbeit des Gemeinderats werde auch für eine Akzeptanz der Entscheidungen in der Bevölkerung sorgen. Der neue Gemeinderat werde viele richtungsweisende Entscheidungen zu beschließen haben, deren Folgen im Alltag Bürger und Gäste mitprägen werden. Albrecht führte dabei als Beispiele die Infrastruktur mit Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Straßensanierungen und Breitbandverkabelung an. Diese Projekte seien die ersten großen Themen, die das Gremium nach der Sommerpause beschäftigen werden.

Ein ständiges Thema werde die touristische Entwicklung auf dem Berg als auch in den Talorten sein. Auf dem Feldberg gelte es das Skigebiet gemäß Feldberg 2020 weiterzuentwickeln. In den Talgemeinden nannte Albrecht den Biberpfad und die Falkauer Wasserfälle.

Als weitere Zukunftsprojekte, mit denen sich der Gemeinderat als das Hauptorgan der Gemeinde in dieser Amtszeit beschäftigen werde müssen, sei die Mobilität. Feldberg werde an der neuen Breisgau S-Bahnstrecke mit zwei Bahnhöfen vertreten sein. Damit gewinne die Gemeinde durch die Taktverbesserung sicher an Lebensqualität, was die Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum steigen lassen könnte.

Die Bedingungen dafür zu schaffen, dass bezahlbarer Wohnraum entstehen kann, sei ein Projekt der nächsten Jahre. Damit könne auch die Infrastruktur mit Kinderinsel und Grundschule gesichert werden. Der Gemeinde werde auch eine neue Rolle zu teil, um dafür zu sorgen, dass die älteren Mitbürger mitten in der Gemeinde ihren Lebensabend verbringen können. Bei den Rettungsdiensten werde es künftig um die Frage gehen, wie die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr weiter gesichert werden kann. "Viele Investitionen stehen also an", meinte Albrecht. Dafür gelte es auch ein Kostenbewusstsein zu schaffen.

Sein eigenes Motto im Bürgermeisterwahlkampf zum Jahreswechsel "miteinander statt übereinander zu reden", wollte Albrecht auch als Leitmotiv für die Gemeinderatsarbeit in den kommenden fünf Jahren verstanden wissen. Per Handschlag verpflichtete er danach die zehn Mitglieder des Gemeinderats.