Viele Motorräder sind zu laut

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 10. September 2019

Todtmoos

Polizeikontrollen bei Todtmoos und St. Blasien bringen es an den Tag / Einige Autofahrer zu schnell.

TODTMOOS/ST. BLASIEN (BZ). Die Verkehrspolizei Freiburg führte zusammen mit Beamten des Polizeireviers Bad Säckingen im Bereich Todtmoos zwischen Wehrhalden und Todtmoos an der L 151, L 149 St. Blasien und im Bereich Menzenschwand, L 146 Äulemer Kreuz, Motorradkontrollen durch. Hierbei wurden nach Polizeiangaben zahlreiche Verstöße festgestellt.

Insbesondere fielen dabei die Motorradfahrer auf, die ihre Schalldämpferanlagen manipuliert hatten, um einen lauteren Sound zu erreichen. Die Fahrer dieser Motorräder wurden angezeigt und müssen ihre Motorräder gesetzeskonform rückrüsten.

Spitzenreiter im Bereich der Geschwindigkeitsüberschreitung war ein Autofahrer mit 138 km/h bei erlaubten 100 km/h sowie ein Lkw-Fahrer, der statt der für ihn erlaubten 60 km/h eine Geschwindigkeit von 85 km/h fuhr. Gleichzeitig war die Ladung des Lastwagens, ein Kleinbagger, nicht vorschriftsmäßig gesichert. Beide Fahrzeugführer wurden von der Polizei angezeigt.

Ziel der Kontrollen war auch, die Motorradfahrer hinsichtlich der Lärmproblematik zu sensibilisieren, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Stichwort hierzu war: "Möchten Sie solchen Lärm vor Ihrer eigenen Haustüre?" Weitere polizeiliche Kontrollen werden folgen, kündigten die Beamten an.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg gibt es zahlreiche bei Motorradfahrern beliebte Strecken, auf denen es immer wieder zu schweren und schwersten Verkehrsunfällen mit Motorrädern kommt. Das Polizeipräsidium Freiburg hat in den vergangenen Jahren zur Unfallbekämpfung bereits mehrere Maßnahmen der Prävention und der Verkehrsüberwachung umgesetzt und verfolgt das Verkehrssicherheitslagebild ständig.

Auch in diesem Jahr ist die Bekämpfung von Motorradunfällen wieder ein Schwerpunkt der verkehrspolizeilichen Sicherheitsarbeit. Bei genauer Betrachtung der Unfallursachen taucht immer wieder das Thema Geschwindigkeit auf. Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit stellt auf den Straßen Südbadens für alle Verkehrsteilnehmer eine tödliche Gefahr dar. Mit gezielten Maßnahmen möchte die Polizei die Unfallgefahren bekämpfen und damit die Anzahl der Verletzten und Getöteten reduzieren. Der Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Freiburg umfasst die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Waldshut und den Stadtkreis Freiburg. Im Jahr 2018 starben in diesem Bereich 35 Menschen im Straßenverkehr, zehn davon waren Motorradfahrer.