Gemeinderat

Verschuldung in Vörstetten liegt über dem Landesschnitt

Anja Kunz

Von Anja Kunz

Mo, 23. September 2019 um 15:05 Uhr

Vörstetten

Jahresbilanz im Rat: Vor allem die Personalkosten schlagen zu Buche, aber auch die Ausgaben für den Vermögenserwerb. Die Verschuldung der Gemeinde beträgt nun 1,36 Millionen Euro.

In der jüngsten Ratssitzung stellte Kämmerer Martin Ziegler den Rechenschaftsbericht für das Jahr 2018 vor. Schwerpunkt bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt waren vor allem die Personalkosten. Mit rund 1,56 Millionen Euro waren das knapp 200.000 Euro mehr als im Vorjahr. Der Grund sind die durch Angebotserweiterungen und tarifliche Änderungen bedingten Mehrkosten für die fast 40 Beschäftigten, die in der Kinderbetreuung der Gemeinde tätig sind.

Der größte Posten bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt sind mit rund einer Million Euro die Ausgaben für den Vörstetter Vermögenserwerb. Konkret kaufte die Gemeinde Grundstücke im Gewann Krummacker, um bei einer künftigen Wohnbebauung die Planungshoheit zu haben. Dafür wurde ein Darlehen in Höhe von 1,17 Millionen Euro aufgenommen. Wie schon in den Vorjahren schließt auch das vergangene Jahr im Verwaltungshaushalt positiv mit einer Zuführung von 816.000 Euro an den Vermögenshaushalt ab. Aufgrund guter Ergebnisse bei den Steuereinnahmen konnten die Planungserwartungen übertroffen werden.

Ein wesentlicher Beitrag für die Verbesserung der Zuführungsrate sind die gestiegenen Steuereinnahmen und Allgemeinen Zuweisungen nach dem Finanzausgleichsgesetz in Höhe von 4,85 Millionen Euro.

Die Verschuldung der Gemeinde beläuft sich zum Jahresabschluss von 2018 auf eine Höhe von 1,36 Millionen Euro. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 840 Euro. Damit liegt Vörstetten erstmals seit Jahren über dem Landesschnitt von 624 Euro.

Zufrieden zeigte sich der Kämmerer mit den Rücklagen der Gemeinde, die sich auf eine Summe von 1,92 Millionen Euro belaufen.